Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


Europa League

Mit dem letzten Aufgebot will Rapid zum Happy End

Trotz vieler Ausfälle hofft der rotweißrote Vizemeister aus Hütteldorf auf einen krönenden Abschluss.

Auch Stefan Stangl fällt bei Rapid verletzungsbedingt aus.

© APAAuch Stefan Stangl fällt bei Rapid verletzungsbedingt aus.



Wien – Das Beste kommt zum Schluss. Zumindest hofft man das bei Rapid Wien. Der österreichische Rekordmeister trifft beim heutigen letzten Gruppenspiel der Europa League daheim (19 Uhr) auf Dinamo Minsk. Bei der Trupp­e von Trainer Zoran Barisic hat sich zwar der Verletzungsteufel ausgetobt, nichtsdestotrotz wollen die Grünweißen den Gruppensieg schaffen.

Zu Jan Novota, Christopher Dibon und Louis Schaub gesellten sich nun noch Philipp Schobesberger und Stefan Stangl zum grünweißen Lazarett dazu. Mittelfeld-Kicker Schobesberger zog sich eine Rissquetschwunde zu, bei Verteidiger Stangl hofft das Trainerteam noch auf einen Einsatz. „Die Personalsituatio­n ist natürlich nicht sehr erfreulich, die Ausfälle schmerzen sehr. Aber die Mannschaft hat auch schon in der Vergangenheit bewiesen, dass sie das kompensieren kann“, sprach Trainer Barisic seinen Mannen Mut zu und fügte an: „ Wir haben keine A- oder B-Elf, sondern es sind alles Spieler von Rapid.“

Ein Sieg gegen Minsk und ein möglicher Punkteverlust von Tabellenführer Villarea­l (ESP) in Pilsen würde den Gruppensieg und somit ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für Österreichs Vertreter darstellen. „Oldie“ und Regisseur Steffen Hofmann zeigte sich bis in die Haar­spitzen motiviert: „Europäische Spiele sind immer ein absolutes Highlight.“

Coach Barisic wollte gegen das Schlusslicht Minsk nichts von einem leichten Sieg im Vorfeld hören: „Wir werden das Beste aus uns rauskitzeln, doch wir müssen auch auf Minsk höllisch aufpassen. Sie sind ein Team, das oft unterschätzt wird.“ Zusätzliche Motivation sollen die über 30.000 Zuschauer im Ernst-Happel-Stadion freisetzen, danach wünscht sich Kapitän Hofmann nur noch eines: „Dann kann das Christkind kommen.“