Letztes Update am Di, 16.02.2016 09:48

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


FIFA-Skandal

Gemeinsame Ermittlungen von Südamerikas Staatsanwälten

Mehrere führende südamerikanische Fußballfunktionäre sind in den Korruptionsskandal des Fußball-Weltverbands (FIFA) und Geldwäsche-Ermittlungen in ihren Ländern verwickelt.

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Guayaquil – Staatsanwälte aus sechs südamerikanischen Ländern haben sich zu koordinierten Ermittlungen zu den regionalen Ausläufern des FIFA-Skandals verpflichtet. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe solle der Korruption im Fußball entgegenwirken, erklärte Ecuadors Generalstaatsanwalt Galo Chiriboga am Montag nach einem Treffen mit Kollegen aus Brasilien, Argentinien, Paraguay, Peru und Bolivien in Guayaquil.

Mehrere führende südamerikanische Fußballfunktionäre sind in den Korruptionsskandal des Fußball-Weltverbands (FIFA) und Geldwäsche-Ermittlungen in ihren Ländern verwickelt. Unter ihnen befinden sich drei frühere Präsidenten der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL, die Paraguayer Nicolas Leoz und Juan Angel Napout sowie Eugenio Figueredo aus Uruguay. Napout wurde an die USA ausgeliefert, gegen Leoz läuft in Paraguay ein Auslieferungsgesuch der New Yorker Justiz. Für Figueredo forderte die Anklage in Uruguay sechs Jahre Haft.

In Ecuador sitzen ein ehemaliger Präsident des nationalen Fußballverbandes und zwei seiner engsten Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Haft. Gegen einen Ex-Chef des peruanischen Verbands läuft ein Auslieferungsverfahren in die USA. In Brasilien wird gegen drei ehemalige Vorsitzende des mächtigen Fußballverbandes (CBF) ermittelt. Und in Bolivien ist die gesamte Führung des nationalen Fußballverbandes (FBF) festgenommen worden. (APA/dpa)