Letztes Update am So, 28.08.2016 10:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erste Liga

Noch fehlt Wattens die Routine

Auf dem Transfermakrt wird Aufsteiger Wattens wohl nicht mehr aktiv. Ex-ÖFB-Teamspieler Ronald Gercaliu soll kein Thema sein.

Florian Toplitsch überzeugte seinen Trainer Thomas Silberberger hinlänglich.

© gepaFlorian Toplitsch überzeugte seinen Trainer Thomas Silberberger hinlänglich.



Von Tobias Waidhofer

Wattens – Wenn man Thomas Silberberger in der 55. Minute des Horn-Spiels gesagt hätte, dass das Spiel 2:2 ausgehen würde – der Wattens-Trainer hätte das „dankend angenommen“. Als es nach 90 Minuten tatsächlich 2:2 stand, sah die Sache etwas anders aus. Florian Buchacher nannte es „fehlende Geduld“, die ihm und seinen Kollegen gefehlt hätte; für „Silbi“ lautete das Zauberwort „Tempowechsel“: „Wir sind noch nicht clever genug, uns einmal auszuruhen“, befand der 43-Jährige und verwies auf die Spielanlage: Die sei „vertikal“, also nach vorne ausgerichtet. Ein wenig horizontal, also beruhigend, wäre manchmal besser. Dafür fehle einer wie der augenblicklich verletzte Martin Svejnoha, ein „Fighter“ mit Routine.

Beim 2:2 gegen Horn gab es indes auch Lichtblicke wie Flo Toplitsch: Der Offensivmann begeisterte seinen Chef, „Topo“ war für manchen der beste Tiroler am Platz. „Er hat seine Profichance genutzt“, attestierte Silberberger dem 24-Jährigen. So einen wolle er, die Perspektive Stammspieler scheint zu beflügeln.

Diese Flügel fehlen augenblicklich Ferdinand Oswald, dem 25-jährigen Deutschen. Eine seiner Defensivaktionen hätte sich wohl Elfmeter verdient, bei den Gegentoren machte er keine glückliche Figur. Da geht es ihm augenblicklich nicht anders als seinem Wacker-Pendant Julian Weiskopf. Und mancher meint erkannt zu haben, dass man mit Ersatztormann Emanuel Ponholzer, immerhin U19-Teamtormann, auf keinen Fall schlechter fahren würde.

Thomas Silberberger beharrt diesbezüglich auf seiner Einschätzung: „Ferdinand Oswald ist ein gescheiter Bub, der braucht Vertrauen.“ Am Transfermarkt soll sich bis zum Monatsende demnach nichts mehr tun, auch der in Tirol lebende Albaner und 14-fache Ex-Teamspieler Ronald Gercaliu – er war am Freitag auch im Gernot-Langes-Stadion – sei keine Option.