Letztes Update am Mi, 07.12.2016 09:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erste Liga

Shazad geht, Pichlmann weiß nach seiner Kenia-Safari mehr

Mit Wacker-Torjäger Thomas Pichlmann wird ein weiteres Gespräch geführt, Wattens-Legionär Shazad verabschiedet sich Richtung England.

© gepaThomas Pichlmann – 35 Jahre alt, ambitioniert, Torschützenkönig, aber etwas im Abseits.



Von Florian Madl und Tobias Waidhofer

Innsbruck, Wattens – Bevor Thomas Pichlmann gestern Nacht in den Kenia-Urlaub aufbrach, sollte im Büro von Wacker-Manager Alfred Hörtnagl Klarheit geschaffen werden. Die gab es allerdings nicht, das Gespräch zwischen dem Wipptaler und seinem regierenden Torschützenkönig muss wohl in eine zweite Runde gehen. „Er hat einen laufenden Vertrag“, hält Hörtnagl fest. Unbestritten sind die Tendenzen des Vereins, den Kader zu durchforsten. Ob der 35-Jährige zu den Kandidaten dafür zählt, sei derzeit kein Thema. „Zunächst müssen wir den Trainer fixieren“, hielt Hörtnagl fest. Thomas Pichlmann untermauerte im TT-Gespräch seine Ambition, weiter für Schwarzgrün auflaufen zu wollen. „Dass ich mich in Tirol wohlfühle und dass ich hier bleiben will, weiß man.“ Allerdings möchte er nicht mit der Gewissheit leben, nach Ablaufen des Vertrags mit Saisonende verabschiedet zu werden: „Wenn Wacker das Projekt in den nächsten eineinhalb Jahren verfolgt, möchte ich bei der Vision dabei sein. Dann gehe ich lieber woanders hin, wo ich Teil einer Vision sein kann.“ Noch fühle er sich körperlich in der Lage, professionell Fußball zu spielen, der Biss sei da.

Auch bei der WSG Wattens wurden gestern die ersten Nägel mit Köpfen gemacht: Der Vertrag mit Khurram Shazad wurde aufgelöst. „Shazad wird uns verlassen“, bestätigt Sportmanager Stefan Köck. „Wir waren mit seiner Performance nicht zufrieden, er mit seiner Situation.“ Der britische Außenbahnspieler war in dieser Saison nur auf 172 Liga-Minuten gekommen. „Er ist ein guter Typ und hat vergangenes Jahr einiges zum Aufstieg beigetragen“, fuhr der Sportmanager dem Abgang, der Optionen in der britischen Heimat haben soll, noch einmal lobend übers Haupt. Noch nichts Neues gibt’s in der Causa Samuel Mansour. „Die Performance ist natürlich nicht so, wie sie es bei einem Legionär sein sollte. Aber er war jetzt zwei Monate verletzt und hat – zum Beispiel im Tivoli – auch ein starkes Match gezeigt.“

Dieser Tage erhält übrigens jeder Spieler eine persönliche Rückmeldung der sportlichen Leitung. „Der eine oder andere wird sicher überrascht sein“, stellt Köck in Aussicht. Vielleicht finde man dann bei dem einen oder anderen unzufriedenen Akteur noch eine Lösung.