Letztes Update am So, 15.10.2017 09:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erste Liga

Wacker-Freudentanz vor den Wochen der Wahrheit

Nach dem Derbysieg muss sich der FC Wacker gegen die Erste-Liga-Spitzenteams beweisen und hat zudem das ÖFB-Cup-Viertelfinale im Visier.

© jakob-gruber.atDie schwarzgrüne Spaßgesellschaft nach dem 1:0-Derbyerfolg im Tivolistadion – Chefcoach Karl Daxbacher legte im Kreis seiner Wacker-Kicker, Betreuer und Funktionäre einen flotten Siegestanz auf den Rasen.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Nach dem Schlusspfiff im Tivoli blickte man ausnahmslos in entspannte und zufriedene Wacker-Gesichter. Weil die imposante Heimbilanz ausgebaut wurde (17 Punkte in sieben Spielen, Torverhältnis: 11:2), man sich zweitens im Aufstiegskampf starkmacht­e, drittens die über 6000 Fans voll auf ihre Rechnung kamen und viertens die Nummer eins im Land eindrucksvoll untermauert wurde. „Ein Sieg im Derby schmeckt immer, aber noch wichtiger sind drei Punkte und die Art und Weise, wie wir gewonnen haben“, zollte Karl Daxbacher seiner Trupp­e Lob. Im Kreis seiner Kicke­r steppte der FCW-Coach ausgelassen den Derby-Siegestanz und ließ vor allem die sehenswert­e Tiki-Taka-Aktion über viele Stationen im WSG-Strafraum noch einmal Revue passieren: „Wenn das ein Tor geworden wäre, hätte ich drei Purzelbäume gemacht und nicht nur getanzt. Diese Aktion war das Highlight des Spiels. Das war wie in bester Stadthallenmanier der Austria.“

Und genau das war der einzige Punkt, den es bei der Wacker-Gala dann zu kritisieren gab – die Effizienz. Aus den zahlreichen Großchancen schaut­e nur das Siegestor von Daniele Gabriele heraus. Und daher wurde in der Schlussphase noch kräftig gezittert. „Es ist immer eine schöne Sache, wenn man das Derby mit einem Tor entscheiden kann, es wär­e ohne meine Mitspieler nicht möglich gewesen. Ein verdienter Sieg, auch wenn wir am Ende nach dem langen Einwurf noch kurz geschwitzt haben“, erklärte Gabriele, der so wie Florian Rieder, Flo Jamnig und Zlatk­o Dedic weitere Treffer auf dem Fuß hatte. „Ich habe die eine oder andere Großchance vergeben. Letztlich egal, es zählen die drei Punkte. Die Zuschauer haben ein richtig gutes Fußballspiel gesehen“, hofft FCW-­Kapitän Jamnig, dass in den nächsten Spielen wieder ähnlich viele Zuschauer ins Tivoli kommen. Auch Routinier Harry Pichler, der den verletzten Dominic Baumgartne­r ersetzt­e, bilanzierte zufrieden: „Es war ein sehr schöner Abend, so eine Kulisse hat sich das Tivoli öfter verdient.“

Nach dem Derby soll die schwarzgrüne Party mit schnellem, überfallsartigem Umschaltspiel fortgesetzt werden. Denn dem FC Wacker stehen – wieder einmal – richtungsweisende Spiele ins Haus. Nächsten Freitag kommt Tabellenführer SV Ried ins Tivoli, dann folgt am 25. Oktober das ÖFB-Pokal-Achtelfinale bei Austria Klagenfurt. Am 30. Oktober gastieren die Schwarzgrünen bei Liefering und am 3. November steigt vor der nächsten Länderspielpause der Schlager in Wr. Neustadt.