Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 02.11.2017


Erste Liga

Ein zahnloser Blick ins Wattener Spiegelbild

Das 0:1 gegen Wiener Neustadt war für Wattens ein Fall von „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

© Facebook/LangesBei einer Sponsoren-Präsentation machten Präsidentin Diana Langes sowie die Spieler Katnik, Buchacher, Santin, Kovacec, Jurdik und Oswald eine gute Figur - am Spielfeld klappt es aktuell nicht so gut.



Von Tobias Waidhofer

Wattens — Im Sky-Studio traf Experte Alfred Tatar in seiner ihm eigenen Art (wieder einmal) den Nagel auf den Kopf. „Wiener Neustadt hat einen Häuptling und sechshundertsechsundsechzig Indianer, mehr oder weniger", meinte der TV-Experte nach dem 1:0-Erfolg von Sky-Go-Tabellenführer Wiener Neustadt in Wattens.

Kollektive Arbeit wird bei den Niederösterreichern von einem gewissen Hamdi Salihi veredelt, dem in Wattens sein bereits 14. Saisontreffer gelang. Bei den Tirolern war es — so wie oft zuletzt — ordentlich gespielt, aber nichts Zählbares mitgenommen. Während sich zum Beispiel Wr. Neustadt auf Salihis Treffsicherheit verlassen kann, verteilen sich die 19 Wattener Tore fast nur auf das Triumvirat Pranter — Katnik — Jurdik (alle fünf Saisontore). Drazen Kekez traf immerhin zweimal, Roger Tamba sowie Flo Mader jeweils einmal.

Lässt das Top-Trio aus, wird es also eng. Neuzugänge wie Dino Kovacec oder Simon Zangerl sind komplett ohne Saisontor. Auch Flo Toplitsch, der gegen Wr. Neustadt einen Sitzer ausließ, wartet noch auf ein Erfolgserlebnis.

„Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Wir waren am Weg zum 1:0 und dann kriegen wir ein blödes Tor", schüttelte Trainer Thomas Silberberger den Kopf. Schon am Freitag gastiert die SV Ried in Wattens. Und die Oberösterreicher sind nach dem 2:3 gegen Hartberg richtig heiß ...