Letztes Update am Do, 16.11.2017 08:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


WM 2018

Peru löste letztes WM-Ticket: Diese 32 Teams reisen nach Russland

Jetzt ist das Teilnehmerfeld für die Fußball-WM komplett. Als letztes Team qualifizierte sich Peru in dem Play-Off gegen Neuseeland. Die Gruppenauslosung findet am 1. Dezember statt.

© AFPDie Peruaner leisteten mit ihrer WM-Qualifikation historisches - und feierten dies dementsprechend.



Lima — Als letzte Mannschaft hat sich Peru erstmals seit rund 35 Jahren wieder für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Im Nationalstadion von Lima gewann das Team im letzten Play-Off-Spiel der WM-Qualifikation am Mittwochabend (Ortszeit) gegen den Ozeanien-Vertreter Neuseeland mit 2:0 und löste damit das Ticket für das WM-Turnier im Sommer 2018 in Russland. Die Tore erzielten Jefferson Farfan (27.) und Christian Ramos (65.).

Das Hinspiel war in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington 0:0 ausgegangen. Die acht Vorrundengruppen der 32 Mannschaften werden am 1. Dezember ausgelost.

Die 32 WM-Teilnehmer auf einen Blick

EUROPA: Russland (Gastgeber), Deutschland (Titelverteidiger), Belgien, England, Spanien, Polen, Serbien, Island, Portugal, Frankreich, Schweiz, Kroatien, Schweden, Dänemark
AFRIKA: Nigeria, Ägypten, Senegal, Marokko, Tunesien
SÜDAMERIKA: Brasilien, Uruguay, Argentinien, Kolumbien, Peru
ASIEN: Iran, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien, Australien
NORD- UND MITTELAMERIKA/KARIBIK: Mexiko, Costa Rica, Panama

Peru war als klarer Favorit in das Duell gegangen — der fünfte Platz in der Südamerika-Qualifikation bescherte dem Überraschungsteam das Play-Off-Ticket gegen den Sieger der Ozeanien-Qualifikation. Die Südamerikaner liegen aktuell auf dem zehnten Platz der FIFA-Weltrangliste, Neuseeland ist nur auf Rang 122 notiert.

Die 32 WM-Teilnehmer

Folgende Mannschaften haben sich für die Fußball-WM 2018 (14. Juni bis 15. Juli) in Russland qualifiziert:

EUROPA:

Russland (Gastgeber), Deutschland (Titelverteidiger), Belgien, England, Spanien, Polen, Serbien, Island, Portugal, Frankreich, Schweiz, Kroatien, Schweden, Dänemark

AFRIKA:

Nigeria, Ägypten, Senegal, Marokko, Tunesien

SÜDAMERIKA:

Brasilien, Uruguay, Argentinien, Kolumbien, Peru

ASIEN:

Iran, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien, Australien

NORD- UND MITTELAMERIKA/KARIBIK:

Mexiko, Costa Rica, Panama

Feiertag nach erfolgreicher WM-Quali

Die Fans in Peru hatten dem Entscheidungsspiel seit Tagen entgegen gefiebert. Das Arbeitsministerium hatte erklärt, dass der Donnerstag im Falle einer WM-Qualifikation ein Feiertag sei. Das sei notwendig, um einen angemessenen Ablauf der Feierlichkeiten zu garantieren.

Fans hatten in der Nacht vor dem Spiel mit Schlachtrufen und Feuerwerkskörpern vor dem Hotel versucht, die Fußballer aus Neuseeland um den Schlaf zu bringen. Der langjährige Nationalspieler Claudio Pizarro (39) vom 1. FC Köln hatte an seine Kollegen eine Botschaft als Motivationshilfe geschickt: „Wir stehen alle zusammen. Und gemeinsam ist alles möglich. Erfolg, Männer. Vamos Perú."

Peru nahm bislang an vier Weltmeisterschaften teil und erreichte 1970 das Viertelfinale. Seit 1982 haben es die Anden-Kicker aber nicht mehr zur Endrunde geschafft. Neuseeland war bisher 1982 und 2010 dabei. (dpa)