Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 03.12.2017


Erste Liga

WSG Wattens will Versäumtes im Frühjahr nachholen

© gepaWährend Wattens-Goalie Ferdl Oswald zu oft von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde, schoss das Sturmtrio Pranter/Kattnik/Jurdik 21 der 25 WSG-Tore in der Herbst-Saison.Fotos: gepa



Von Wolfgang Müller

Wattens – Mit dem 2:2 zum Jahresabschluss bei Liefering konnte Thomas Silberberger trotz des späten Ausgleichs der Jungbullen ganz gut leben, mit der Herbstbilanz seiner Wattener weniger. „Ich blicke mit einem weinenden Auge auf die Tabelle, weil wir locker zehn Punkte verschenkt haben“, kann sich der WSG-Coach mit dem achten Tabellenplatz und nur 18 Punkten nach 20 Runden nicht anfreunden.

Warum die „Kristall-Buam“ nur im unteren Drittel angesiedelt sind, ist schnell erklärt. „Zum Teil fatale Fehler in der Verteidigung. Was aber auch damit zusammenhängt, dass wir die Vierer-Abwehrkette aufgrund von Verletzungen und Sperren permanent ändern mussten“, analysierten Silberberger und WSG-Sportmanager Stefan Köck, die die Mannschaft ab heute in den Weihnachtsurlaub verabschiedeten. „Weil die Leistung gegen Liefering in Ordnung war, gaben wir gleich frei“, so Silberberger, der sich vor Weihnachten einer Knöcheloperation unterzieht, zuvor noch zusammen mit seinem Sohn in London ein Chelsea-Heimspiel besucht: „Ich bin seit über 20 Jahren ein Fan der Blues.“

Gestern fand in den Kristallwelten die Weihnachtsfeier statt, ab 2. Jänner beginnt die Vorbereitung. Das Trainingslager im spanischen La Manga ist Mitte Februar geplant. „Wir werden uns so wie in den letzten Jahren gezielt vorbereiten und dann im Frühjahr versuchen, Versäumtes nachzuholen.“ Vor allem an einer gefestigten Defensiv-Formation soll gefeilt werden, denn 34 Gegentreffer in 20 Spielen sind eindeutig zu viele.

In der Winter-Transferzeit wird sich bei der Werkssportgemeinschaft nicht viel tun. „Wir werden den Markt natürlich im Auge behalten, aber es besteht im Grund nicht viel bis kein Handlungsbedarf. Weil es im Grund egal ist, ob wir Achter oder Sechster werden“, sieht Köck die Lage in der Sky Go Erste Liga realistisch. Der Kader soll im Großen und Ganzen der gleiche bleiben. „Wir wollen auch niemanden abgeben, weil wir auch für unsere zweite Mannschaft Spieler brauchen“, stellt sich Köck auf ein besinnliche Weihnachten und eine relative ruhige Winter-Übertrittszeit ein.




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