Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.03.2018


Erste Liga

Im Derby auf der Tivoli-Tribüne

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© gepa



Innsbruck – „Alles bestens, ich bin fit“, meldete sich gestern Simon Pirkl aus Lustenau. Der 20-jährige Innsbrucker wechselte bekanntlich in der Winterpause vom FC Wacker zum Ligakonkurrenten Austria Lustenau. Das morgige Westderby wird der Ex-Schwarzgrüne allerdings nur von der Tribüne aus mitverfolgen. Erstens stieg er nach einer Bänderverletzung im Knie erst verspätet in die Vorbereitung ein und zweitens war ein Teil des Transferdeals („Gentleman Agreement“), dass Pirkl im Frühjahr nicht im Austria-Dress gegen seinen Exklub aufläuft.

Nach fast vier Jahren als Wacker-Profi wollte sich der technisch starke Tiroler verändern, weil er im Herbst kaum Einsatzminuten aufzuweisen hatte. „Ich hab’ den Schritt nicht bereut. Die Stimmung in Lustenau ist nach dem Auftakterfolg gegen Wr. Neustadt natürlich gut“, so Pirkl, der bei den Vorarlbergern schnell und gut angekommen ist: „Trainiert hab’ ich meistens in der Mitte als Sechser, aber auch links hinten bin ich eine Alternative.“

Was zählt, um die Karriere weiter anzuschieben, sind Einsätze, um auf sich aufmerksam zu machen. Und das ist auch das Ziel des Tirolers, der schon zwei Kreuzbandrisse zu überwinden hatte. Schnee von gestern. Im Moment ist der Simon beschwerdefrei und heiß auf das Frühjahr. Morgen haben die Fußballschuhe Pause, sind Pelzstiefel angesagt. Denn im West-Derby ist Pirkl nur Zuschauer im Tivoli. (w.m.)