Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.03.2018


Erste Liga

Wacker will mit Derbysieg gegen Lustenau an die Spitze

Tivolistadion, heute 18.30 Uhr – während sich die Haie 100 Meter entfernt auf Salzburg vorbereiten, erfolgt der Anpfiff zwischen dem FC Wacker und Lustenau.

© gepaIn der „Festung Tivoli“ will der FC Wacker heute nach dem Westderby gegen Austria Lustenau jubeln.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Es ist Anfang März und der FC Wacker ist voll entschlossen, die Tabellenführung in der Sky Go Erste Liga zu übernehmen. Während in Kapfenberg, Floridsdorf und Wr. Neustadt der Frost für gesperrte Plätze sorgte, ist das Tivolistadion dank Rasenheizung bereit für das heutige Westderby. Den Vorschlag der Bundesliga, die komplette Runde abzusagen und im April nachzuholen, lehnten sowohl die Innsbrucker als auch die Lustenauer ab. Weil Ried nach dem Pokalauftritt bei Rapid erst morgen in Liefering spielt, könnten die Schwarzgrünen nach dem Schlusspfiff zwischenzeitlich von der Tabellenspitze lachen. Voraussetzung dafür ist ein Punkt, noch besser ein Sieg. Was schwer genug wird. Denn die Vorarlberger reisen nach dem Sieg gegen Wr. Neustadt vollgepumpt mit Selbstvertrauen nach Innsbruck.

„Sie haben zwar erst durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit gewonnen, waren aber klar besser“, weiß Karl Daxbacher, dass heute einmal mehr eine ausgewogene Balance zwischen Defensiver Stabilität und offensiver Auslage gefragt ist. Nach dem perfekten Start in Hartberg wird der Wacker-Coach seine Elf nur auf einer Position ändern. Für den erkrankten Albert Vallci wird wohl Dominic Baumgartner nach links rücken. Zwei der bisher erhaltenen vier Saison-Gegentreffer im Tivoli erhielten die Tiroler gegen Lustenau. 2:0 führten die Vorarlberger im Herbst, ehe der FC Wacker nach einem Kraftakt noch über einen 3:2-Erfolg jubeln konnte. Den Siegestreffer erzielte Matthias Maak und der soll heute hauptsächlich Tore verhindern. Der FCW-Innenverteidiger bekommt es nämlich mit Lustenaus Torjäger Ronivaldo zu tun. „Ich kenne ihn aus gemeinsamer Zeit in Kapfenberg und weiß, was zu tun ist“, so Maak, der so wie seine Teamkollegen fokussiert ist, nach dem „Dreier“ in Hartberg das Punktekonto weiter aufzufüllen: „Wir wissen, was wir können und wollen gleich nachlegen.“

Wackers Offensiv-Spezialist Daniele Gabriele kann sich heute wieder auf eine Lustenauer Spezialbehandlung einstellen.
- gepa