Letztes Update am Sa, 10.03.2018 20:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Pfeifenberger beim WAC vor dem Aus, Austria-Sieg gegen St. Pölten

Rapid kam gegen Altach nicht über ein torloses Remis hinaus. Sturm bezwang auswärts die Admira.

Heimo Pfeifenberger gibt in Wolfsberg weiterhin die Kommandos vor.

© gepaHeimo Pfeifenberger gibt in Wolfsberg weiterhin die Kommandos vor.



Austria - St. Pölten 4:0

Die Wiener Austria hat auch das zweite Spiel unter Neo-Trainer Thomas Letsch gewonnen. Die Favoritner setzten sich am Samstag im Ernst-Happel-Stadion gegen Schlusslicht St. Pölten klar 4:0 (2:0) durch und blieben wie zuletzt beim 2:0 gegen den WAC ohne Gegentor. Der Siebente der Fußball-Bundesliga konnte den Rückstand auf den Sechsten Mattersburg vorerst für einen Tag auf einen Zähler verringern.

Die Burgenländer sind erst am Sonntag zum Abschluss der 26. Runde gegen Leader Salzburg im Einsatz. Den vier fixen Europacuprängen kam die Austria etwas näher, der Rückstand auf den drittplatzierten Lokalrivalen Rapid sowie den Vierten Admira konnte auf sieben Zähler verkleinert werden.

Für die Tore in einer über weite Strecken einseitigen Partie sorgten Florian Klein (12., 85.), Christoph Monschein (37.) und Michael Madl (73.). Nach zuvor drei Niederlagen in Folge, die Trainer Thorsten Fink den Job gekostet hatten, war es nun der zweite Sieg nacheinander für die Wiener und zugleich ihr 800. in der Bundesliga-Geschichte.

Admira - Sturm Graz 2:4

Sturm Graz hat am Samstagabend mit einem 4:2-(2:2)-Sieg die Heimserie der Admira beendet. Matchwinner für die Gäste war Bright Edomwonyi, der in der Winterpause zu den Steirern zurückgekehrt war. Der 23-jährige Nigerianer erzielte zwei Treffer (17., 54.), Marvin Potzmann (45.) und Deni Alar (95.) die weiteren für die Grazer, die zweimal in Rückstand geraten waren.

Sasa Kalajdzic (11.) und Patrick Schmidt (27.) hatten die Admira in Führung gebracht. Trotzdem mussten die Niederösterreicher am Ende die erste Heimniederlage seit dem 1:3 am 27. August 2017 gegen die Wiener Austria zur Kenntnis nehmen. Vor dem Duell der zweitbesten Heimmannschaft mit dem zweitbesten Auswärtsteam hatte die Admira in der BSFZ-Arena sogar fünf Siege in Serie gefeiert. Zuletzt wurden im Februar sowohl Rapid als auch die Austria mit 1:2-Niederlagen nach Hause geschickt.

Für Trainer Ernst Baumeister, der die Admira seit September wieder betreut, war es nach zuvor sieben Siegen und zwei Remis überhaupt die erste Heimniederlage in dieser Saison, die den Rückfall auf Platz vier hinter die punktegleichen Rapidler bedeutete. Nur noch einen Zähler dahinter lauert der LASK auf Platz fünf. Sturm liegt nun elf Punkte vor den Hütteldorfern und Südstädtern, auf Tabellenführer und Titelverteidiger Salzburg, der erst am Sonntag (16.30) in Mattersburg gastiert, fehlen vorerst sieben Zähler.

WAC - LASK 0:3

Trainer Heimo Pfeifenberger dürfte bei Fußball-Bundesligist WAC unmittelbar vor dem Rauswurf stehen. Seine Mannschaft kassierte am Samstag durch einen Doppelpack von Thomas Goiginger (24., 36.) und ein umstrittenes, vorerst Samuel Tetteh zugeschriebenes Tor (67.) ein Heim-0:3 gegen den LASK und ließ dabei die von Clubchef Dietmar Riegler geforderte spielerische Steigerung weitgehend vermissen.

Eine Entscheidung über die Zukunft von Pfeifenberger ist noch nicht gefallen, die Bilanz von nur einem Sieg aus den jüngsten 19 Runden spricht aber nicht gerade für einen Verbleib des Ex-Teamspielers. Dabei war den Wolfsbergern das Bemühen nicht abzusprechen - von Beginn an suchten die Gastgeber den Weg Richtung LASK-Tor, gegen die souveräne Linzer Defensive gab es aber praktisch kein Durchkommen.

Altach - Rapid 0:0

Rapid kann in der Fußball-Bundesliga weiterhin nicht in Altach gewinnen. Die Hütteldorfer mussten sich am Samstag in der 26. Runde trotz einiger hochkarätiger Chancen mit einem 0:0 begnügen und halten damit bei je drei Remis und Niederlagen aus den jüngsten sechs Auftritten in der Cashpoint-Arena. Zudem reichte es für die Wiener in den ersten sechs Liga-Partien dieses Jahres nur zu sechs Punkten.

Dabei wäre ein Sieg im Ländle für Rapid durchaus möglich gewesen. Schon in der siebenten Minuten musste sich Altach-Goalie Martin Kobras bei einem 30-Meter-Schuss seines Ex-Clubkollegen Galvao erstmals strecken.

Elf Minuten später rettete bei einem Freistoß von Thomas Murg die Kreuzlatte für den Keeper. Den abspringenden Ball brachte Giorgi Kvilitaia per Kopf aus sechs Metern nicht im leeren Tor unter, sondern legte unfreiwillig für Maximilian Hofmann auf, der das Spielgerät in die Maschen beförderte - allerdings aus Abseitsposition.

In der 20. Minute legte Kvilitaia für Joelinton auf, doch der Abschluss des Brasilianers fiel zu schlampig aus. Sekunden vor der Pause kam Kvilitaia zu seiner nächsten Top-Chance. Nach einem weiten Freistoß-Abschlag von Thanos Petsos und einer Schulter-Vorlage von Philipp Schobesberger kam der Georgier aus wenigen Metern frei zum Schuss, traf aber nur Kobras.

Von den Altachern war in der Offensive wenig zu sehen, weshalb Richard Strebinger nur zweimal wirklich eingreifen musste. In der 20. Minute parierte der Rapid-Schlussmann einen Volley von Christian Gebauer, in der 39. Minute war er bei einem Freistoß von Andreas Lienhart zur Stelle.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber weitgehend ungefährlich, allerdings traten auch die Wiener in der Offensive kaum noch in Erscheinung. Die logische Konsequenz war, dass die 5.191 Zuschauer in der zweiten Hälfte keine einzige zwingende Torchance zu sehen bekamen.

So war die Verbannung des Rapid-Co-Trainers und ehemaligen Altach-Assistenzcoaches Martin Bernhard auf die Tribüne in der 85. Minute der einzige Höhepunkt im Finish - bis der eingewechselte Veton Berisha den Ball in der 85. Minute aus kurzer Distanz nicht ins Tor, sondern in die Hände von Kobras bugsierte.




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