Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.05.2018


Erste Liga

Fast jeden Tag fallen bei der WSG Wattens neue Namen

Im Heimspiel gegen Wiener Neustadt will Wattens heute (18.30 Uhr) die imposante Heimserie ausbauen. Der Druck liegt bei den Gästen.

© gepaWird mit der WSG in Verbindung gebracht - Rajko Rep.



Von Alex Gruber und Florian Madl

Wattens – Die WSG Wattens bestreitet das Saisonfinish in der Sky Go Erste Liga auch mit der hochintensiven Planungsarbeit für eine schlagkräftige Mannschaft, die in der kommenden Zweitliga-Saison um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga mitspielen soll. Es kamen wieder zwei neue Namen aufs grünweiße Tableau: Die beiden LASK-Kicker Rajko Rep und Alexander Riemann wurden zumindest einmal bei den Kristallstädtern in die Auslage gerückt. „Zwei hochinteressante Spieler“, sagt Sportmanager Stefan Köck, ohne näher ins Detail gehen zu wollen. Die Gehaltssphären beim Erstligisten in Linz könnten freilich andere sein, zudem hat sowohl der Slowene Rep (27) als auch der deutsche Ex-Wackeriane­r Riemann (26) noch einen Vertrag bis 2019 – aber das muss im Fußball nichts heißen. Hinter der Option Timo Gebhart steht indes ein Fragezeichen: Beim 29-Jährigen von Drittligist TSV 1860 München wurden gestern Teileinrisse der Achillessehne festgestellt.

Heute haben die Silberberger-Schützlinge Wiener Neustadt vor der Brust. Und die ist nach 13 Punkten (4 Heimspielen ohne Gegentreffer im Gernot-Langes-Stadion) breiter denn je. Zumal in den letzten Spielen auch Simon Zangerl seine Torjäger-Qualitäten wiedergefunden hat. Deswegen wird er wohl neben Jurdik und Katnik stürmen. Coach Thomas Silberberger glaubt nicht, dass die Gäste trotz Aufstiegskampf ihre defensive Spielweise – zumindest zu Beginn – ändern: „Sie werden uns wohl das Feld überlassen.“ Köck legt nach: „Wir wollen wieder ein geiles Spiel zeigen.“ Das eine oder ander­e Abschiedsgespräch steht für den WSG-Manager noch aus, er stellt aber klar: „Ich bin für Ehrlichkeit. Und nur zur Hetz will ich niemanden als 23. Kaderspieler mit einem Kollektivvertrag mitturnen lassen.“ Um die Zukunft geht es bei den Gästen auch für Alex Gründler, dessen Vertrag sich bei einem Aufstieg in die Bundesliga verlängern würd­e: „Natürlich wollen wir alle nach oben. Der Druck kommt nicht vom Verein, den macht man sich selber.“