Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.05.2018


Bundesliga-Konzept

Wacker hofft nach dem Bundesliga-Aufstieg auf ein Bekenntnis

8 statt 6 Mio. Euro Budget, eine ansehnliche Stadioninfrastruktur und ein Trainingszentrum: Erstliga-Meister FC Wacker Innsbruck stellte gestern vor, was es für eine langfristig gesicherte Zukunft brauchen würde.

© fcwAm Trainingszentrum des FC Südtirol in Eppan orientiert sich das entsprechende Wacker-Modell für Nordtirol.



Von Florian Madl

Innsbruck — Es seien Wünsche, keine Forderungen, schickte Wacker-Präsident Gerhard Stocker gestern im Rahmen eines Zukunftsgesprächs voraus. Doch der 65-Jährige will es nicht dabei belassen, dass man ihm seit sechs Wochen die Schultern vor Anerkennung blau klopfe. „Die Frage ist: Will man Spitzenfußball in Tirol?" In den Schubladen des Erstliga-Meisters schlummerten ausgearbeitete Konzepte, die gestern im Zuge der aktuellen Fußball-Euphorie das Licht der Öffentlichkeit erblickten. „Pläne, um den Verein nachhaltig zu verankern", ergänzte General Manager Alfred Hörtnagl. Und solche, die wohl in allen anderen Bundesländern längst umgesetzt worden seien. Ein Auszug:

1 Budget: Für die kommende Saison beträgt das 6,381 Mio. Euro. Und abzüglich des negativen Kontostands (derzeit 535.000 €) bleibt nicht genug, um große Sprünge zu tätigen. „Die Summe wollen wir um 2 Mio. Euro auf 8 Mio. Euro erhöhen", erklärt Stocker. Allein ein Sieg schlage sich derzeit mit 27.000 Euro an Punkteprämie zu Buche und verringert den Spielraum für die Aufstiegssaison 2018/19.

2 Trainingszentrum: Luftschlösser wolle man keine bauen. „Aber ein Trainingszentrum wie jenes des FC Südtirol dient als Vorbild", verweist Manager Hörtnagl auf den Standort Eppan (siehe Bild), wo bald die deutsche Nationalmannschaft ihre WM-Vorbereitung aufnimmt. Vier große Plätze (zwei davon Kunstrasen) und ein kleiner — das ließe sich auch in Kematen realisieren. Und für die Unterbringung, für Physio oder Arzt, soll auch Platz geschaffen werden. Die Kosten südlich des Brenners: 8,6 Mio. Euro, dort beginnt auch die Kalkulation in Nordtirol.

3 Stadioninfrastruktur: Das Tivoli ist in die Jahre gekommen, die Gastronomie lade nicht zum Verweilen ein. „Wenn wir die Tiroler aus allen Landesteilen begrüßen wollen, muss sich was ändern", hält Präsident Stocker fest. Ein Wacker-Gipfel, einberufen von Landeshauptmann Günther Platter, soll auch dafür Weichen stellen. Clubmanager Peter Margreiter arbeitet an weiteren Bausteinen, etwa am neuen Online-Ticketing. Das soll den Fan nichts kosten, am Anstieg der Kartenpreise führe künftig dennoch kein Weg vorbei (15-20 %). Mit 5300 Fans rechnet man kommende Saison im Schnitt — aber vielleicht erhöht die Euphorie die Zahl ja ...

Saisonfinale ist für den Wacker auch eine Charakterfrager

Innsbruck — Der Erste-Liga-Titel samt Aufstieg wurde bereits fixiert und vom FC Wacker entsprechend emotional abgefeiert, der Hunger auf weitere Siege und Prämien ist deshalb noch lange nicht gestillt. „Es ist positiv, dass wir unsere Ziele schon erreicht haben, was nicht heißen darf, dass wir das Finale auf die leichte Schulter nehmen", sieht FCW-Coach Karl Daxbacher die restlichen drei Spiele auch als Charakterfrage. Speziell die heutige Auswärtsaufgabe (ab 18.30 Uhr) in Grödig gegen den FC Liefering. „Klar ist es für den international gut besetzten Nachwuchskader natürlich eine ganz besondere Herausforderung, den aktuellen Meister zu schlagen", weiß Daxbacher, dass sich der Bullen-Talenteschuppen gegen seine Schwarzgrünen mächtig ins Zeug legen wird.

Für Lukas Hupfauf, der heute den gesperrten Michael Schimpelsberger in der Abwehr vertritt, zählt ohnehin nur eines: „Wenn ich spiele, will ich mein Maximum abrufen. Egal, ob wir schon Meister sind oder nicht." Neben Schimpelsberger fehlt heute auch Goalie Christopher Knett verletzungsbedingt. Wie schon angekündigt kommt Lukas Wedl zum Einsatz. Fraglich sind die angeschlagenen Zlatko Dedic, Christoph Freitag und Armin Hamzic. Nicht ganz fit ist auch Florian Jamnig. Ob der 27-Jährige im Kader steht, entscheidet sich vor der heutigen Abfahrt. Der (Noch-)Wacker-Stürmer soll mit dem LASK schon einig sein. Noch spießt sich der Wechsel an der fälligen Ablöse, denn Jamnigs Vertrag wurde vor Kurzem per Option bis Sommer 2019 verlängert. (w.m.)

Saisonfinale ist für den Wacker auch eine Charakterfrager

Innsbruck — Der Erste-Liga-Titel samt Aufstieg wurde bereits fixiert und vom FC Wacker entsprechend emotional abgefeiert, der Hunger auf weitere Siege und Prämien ist deshalb noch lange nicht gestillt. „Es ist positiv, dass wir unsere Ziele schon erreicht haben, was nicht heißen darf, dass wir das Finale auf die leichte Schulter nehmen", sieht FCW-Coach Karl Daxbacher die restlichen drei Spiele auch als Charakterfrage. Speziell die heutige Auswärtsaufgabe (ab 18.30 Uhr) in Grödig gegen den FC Liefering. „Klar ist es für den international gut besetzten Nachwuchskader natürlich eine ganz besondere Herausforderung, den aktuellen Meister zu schlagen", weiß Daxbacher, dass sich der Bullen-Talenteschuppen gegen seine Schwarzgrünen mächtig ins Zeug legen wird.

Für Lukas Hupfauf, der heute den gesperrten Michael Schimpelsberger in der Abwehr vertritt, zählt ohnehin nur eines: „Wenn ich spiele, will ich mein Maximum abrufen. Egal, ob wir schon Meister sind oder nicht." Neben Schimpelsberger fehlt heute auch Goalie Christopher Knett verletzungsbedingt. Wie schon angekündigt kommt Lukas Wedl zum Einsatz. Fraglich sind die angeschlagenen Zlatko Dedic, Christoph Freitag und Armin Hamzic. Nicht ganz fit ist auch Florian Jamnig. Ob der 27-Jährige im Kader steht, entscheidet sich vor der heutigen Abfahrt. Der (Noch-)Wacker-Stürmer soll mit dem LASK schon einig sein. Noch spießt sich der Wechsel an der fälligen Ablöse, denn Jamnigs Vertrag wurde vor Kurzem per Option bis Sommer 2019 verlängert. (w.m.)