Letztes Update am Mi, 06.06.2018 17:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Relegations-Theater

St. Pölten wirft Wr. Neustadt aus dem Stadion

St. Pölten will Wr. Neustadt das Stadion-Nutzungsrecht entziehen. Sollte der Antrag des SKN durchgehen, würde der Rivale ein Lizenz-Kriterium für die Bundesliga nicht erfüllen.

Die NV-Arena soll für Wr. Neustadt Sperrgebiet bleiben.

© gepaDie NV-Arena soll für Wr. Neustadt Sperrgebiet bleiben.



Innsbruck - Das Relegations-Theater in der österreichischen Bundesliga geht in die nächste Runde. Nachdem Wr. Neustadt Protest gegen den Einsatz von SKN-Profi David Atanga im Rückspiel am Sonntag Protest eingelegt hat und den Aufstieg auf juristischem Weg erkämpfen will, holte St. Pölten zum Gegenschlag aus.

Das Schlusslicht der abgelaufenen Bundesliga-Saison hat dem Aufstiegsaspiranten die Nutzung der NV-Arena für die kommende Saison untersagt. Damit würde Wr. Neustadt ohne Ausweichstadion mit Rasenheizung dastehen und die Lizenz-Kriterien für die Bundesliga nicht erfüllen.

„Fairplay und Moral sind im Sport immer noch Grundpfeiler, die aber offensichtlich für den SC Wr. Neustadt keine Wertigkeit haben", kommentierte SKN-Manager Andreas Blumauer das Verhalten des Rivalen. Durch die eigene Aktion ist das Relegations-Hick-Hack allerdings um ein weiteres unschönes Kapitel reicher.

Senat 1 tagt am Montag

Die Bundesliga teilte am Mittwoch mit, dass der Senat 5 den SCWN bereits zur Stellungnahme aufgerufen hat. "Seit der Saison 2016/17 muss jeder Klub der Tipico Bundesliga über eine Rasenheizung in seinem Heimstadion oder für den oben genannten Zeitraum über ein für die höchste Spielklasse zugelassenes Ausweichstadion mit Rasenheizung verfügen. Generell gilt, dass ein Ausweichstadion nicht mehr als 150 Kilometer Luftlinie vom Vereinssitz entfernt liegen und insgesamt von höchstens zwei Klubs der beiden höchsten Spielklassen genutzt werden darf", erinnerte die Liga.

Betreffend den Antrag von Wr. Neustadt tagt der zuständige Senat 1 am Montag um 17.00 Uhr, teilte die Bundesliga mit. „Seitens der Bundesliga und im Interesse des österreichischen Spitzenfußballs ist es unbedingt notwendig, möglichst schnell und auf jeden Fall vor dem Meisterschaftsbeginn rechtliche und sportliche Klarheit in die aktuelle Causa rund um den SC Wiener Neustadt zu bringen", sagte Vorstand Christian Ebenbauer. (pim)

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