Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 10.06.2018


Unterhaus

Zams und Imst sorgen für Jubel im Oberland

Imst machte mit dem 3:1-Sieg im Derby gegen Telfs im Kampf um den Meistertitel endgültig alles klar.

© Thomas Boehm / TTZams (in Weiß: Simon Geiger, hinten der zweifache Torschütze Sandro Melmer) fixierte mit dem 3:2-Sieg gegen den SVI (Valentin Petrov) den Klassenerhalt. Thomas Gufler und seine Imster (rot) gewannen das Derby gegen Telfs (Abidin Ölmez) 3:1 und entschieden damit das Meisterrennen.Fotos: Zangerl, Böhm



Von Alois Moser

Zams – Im Frühjahr hatte es Zams unfreiwillig noch einmal spannend gemacht – doch mit dem 3:2-Heimsieg gegen den SVI verscheuchten die Oberländer das Abstiegsgespenst endgültig.

Dabei war es nach einer 3:0-Führung zur Halbzeit noch einmal spannend geworden. „Die zweite Hälfte ist mir im Magen gelegen“, gab der scheidende Trainer Florian Schlatter ehrlich zu: „Wir haben leider nachgelassen, statt 4:0 ist es auf einmal 2:3 gestanden.“ Am Ende klappte es doch noch mit dem Heimsieg, der den Klassenerhalt fixierte: „Ich glaube, den haben wir uns verdient.“ Schlatter, der ab Sommer eine Auszeit vom Trainer­dasein nehmen wird, fiel ein großer Stein von Herzen – der Druck forderte seinen Tribut: „Ich bin gleich heimgegangen, das war mir zu hart. Ich bin dann noch bis drei auf der Terrasse gesessen und habe für mich allein gefeiert.“ Zams ist gerettet, aber auch Schlatters Abschiedsspiel wird keines zum Genießen: „Wir haben zu viele Verletzte.“

Hinter Zams braut sich ein Abstiegskrimi zusammen: St. Johann zog dank eines 3:1 gegen Zirl an Silz/Mötz vorbei, in der letzten Runde kommt es nun zum direkten Abstiegsduell in Mötz.

Imst entschied unterdessen den Schlager der Runde für sich: Der 3:1-Sieg im Oberländer Derby gegen Telfs entschied außerdem endgültig den Kampf um den Meistertitel. „Ich denke, dass bei Telfs ein wenig die Luft heraußen war“, analysierte der Imster Interimstrainer Thomas Schatz: „Aber wir haben heute noch einmal alles gegeben und gut gespielt.“ Der Sieg im Derby kam indes wie gerufen: Imst feierte gestern das 85. Jubiläum mit vielen Vereinslegenden: „Das Ergebnis passt gut dazu.“




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