Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 05.07.2018


ÖFB-Cup-Auslosung

Rapid ist für den FC Kufstein ein Hammerlos

In knapp zwei Wochen spielt der Rekordmeister in der ersten ÖFB-Cup-Runde in der Festungsstadt vor. Ein Blick auf die Tiroler Klubs.

© gepaStürmt in der neuen Saison für Wattens – Oliver Filip.Foto: gepa



Von Alex Gruber

Innsbruck — Der ÖFB-Cup feiert in der kommenden Saison sein 100-jähriges Bestehen. Deswegen stand am Mittwoch am Beginn der Auslosung (ORF Sport+) ein Blick zurück auf alte Legenden. Zudem darf sich der kommende Sieger im Sommer 2019 über einen Fixplatz in der Gruppenphase der Europa League freuen. Das kann man als Zuckerl der Extraklasse werten.

Die WSG Wattens hatte am Mittwoch doppelten, wenn nicht dreifachen Grund zur Freude. Einerseits konnte man Sturm-Juwel Oliver Filip (20) — fünffacher Torschütze in der UEFA Youth League für den Red-Bull-Nachwuchs und 35-facher ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler — als fixe Neuerwerbung präsentieren, andererseits meinte es das Cuplos mit Westliga-Meister Anif (Aufstiegsverzicht) gut. „Alles tadellos", meldete sich Sportmanager Stefan Köck aus dem Trainingslager im Außerfern zu Wort. Dass der FC Kitzbühel in Runde eins auch noch auf Regionalliga-Mitte-Champion Lafnitz, den Wattener Auftaktgegner in der zweiten Liga, trifft, erleichtert auch die Anreise zur Live-Spionage. In Kitzbühel wurde die Auslosung nach dem Training gemeinsam im Fernsehen verfolgt, Coach Alex Markl „Wir wissen, dass Mitte-Teams spielstark sind und schauen neidisch nach Kufstein."

Ein echter Cup-Hammer kommt aus sportlicher wie auch sicherheitstechnischer Sicht auf Westligist FC Kufstein zu: Rekordmeister Rapid garantiert einen sportlichen Höhepunkt wie auch großes Fanpotenzial. „Es ist ein absolut attraktives Los. Das wird in jeder Hinsicht eine Herausforderung werden. Ich bin ein Traditionalist. Und der organisierte Vereinsfußball feiert 2019 in Kufstein sein 100-jähriges Bestehen. Sozusagen ist Rapid ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk", gibt Präsident Hannes Rauch zu Protokoll.

Der FC Wacker Innsbruck sammelt mit einem Gastspiel bei Stadtliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger Wiener Linien Kilometer. „Die Klubs in Wien haben immer technisch beschlagene Spieler. Wir wollen unsere Favoritenrolle natürlich bestätigen", führt Coach Karl Daxbacher aus.

Beim SC Schwaz kann Coach Bernhard Lampl mit dem Heimvorteil im Westliga-Duell gegen Dornbirn gut leben: „Ich hätte lieber die Austria gehabt. Dieses Los öffnet uns aber die Chance auf eine weitere Runde. Das wäre bei einem Heimspiel gegen einen Großen aus finanzieller Sicht auch für den Klub gut."

Tirols Westliga-Aufsteiger SVG Reichenau hat mit Zweitligist Kapfenberg einen unangenehmen Gegner serviert bekommen, am hauseigenen Kunstrasen aber sicher Lust zu überraschen.