Letztes Update am Do, 05.07.2018 13:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


WM 2018

Griezmann als Uruguay-Fan: „Himmle die Nationalität an“

Uruguays Angreifer Luis Suarez ist von Griezmanns „Liebeserklärungen“ genervt: „Er weiß nicht wirklich, was es bedeutet, Uruguayer zu sein!“

© ReutersAntoine Griezmann zeigt sich vor dem Viertelfinal-Duell gegen Uruguay nicht nur vor den sportlichen Leistungen des Gegners angetan.



Nischni Nowgorod – Antoine Griezmann hat eine besondere Liebe zum Land des kommenden Gegners. „Ich fühle mich fast wie ein Uruguayer, ich himmle die Nationalität an, ich himmle die Leute an“, sagte der Franzose vor dem Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen die Südamerikaner am Freitag. Das 3,5-Millionen-Einwohner-Land hat es dem 27-Jährigen besonders angetan.

Einstellung zum Fußball, Lebensgefühl, All das. Und die Vorliebe für Mate-Tee. Praktisch nirgendwo geht Griezmann hin ohne Thermoskanne mit heißem Wasser zum Nachfüllen der typischen Mate-Tassen. Uruguay ist die „Amour fou“ („L‘Equipe“) des französischen Dribblers. Uruguays Kapitän Diego Godin ist nicht nur sein Teamkollege bei Atletico Madrid, sondern auch einer seiner besten Freunde.

Die Liebe zum Land des zweifachen Weltmeisters währt schon lange. Griezmanns erster Trainer bei seinem Debüt in der Primera Division für Real Sociedad war der Uruguayer Martin Lasarte. Dessen Landsleute begleiteten ihn auch danach in seiner Karriere. Griezmann ist auch eingetragenes Mitglied des Clubs Penarol aus der Hauptstadt Montevideo. Godin sagte zuletzt über seinen Clubkollegen: „Er mag wie wir sind, unser Essen, unsere Musik. Er trinkt sogar mehr Mate als ich.“

Nur einen nervt Griezmanns Koketterie mit Uruguay - Angreifer Luis Suarez. „Er weiß nicht wirklich, was es bedeutet, Uruguayer zu sein“, konterte der Mittelstürmer in dieser Woche die Schwärmereien des Franzosen. Griezmann wisse nichts darüber, welche Opfer man als Kind bringen müsse, um im Fußball erfolgreich zu sein.

Griezmann wurde in Macon nahe Lyon geboren. Die Familie seines Vaters stammt aus Münster, seine Mutter hat portugiesische Wurzeln. (APA/dpa)