Letztes Update am Fr, 13.07.2018 10:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Primeira Liga

Sporting-Protest bei FIFA gegen Wechsel von Rui Patricio

Nach einer Fan-Attacke im Trainingszentrum löste der Schlussmann seinen Vertrag auf und wechselte ablösefrei zu Wolverhampton. Sporting fordert nun 54,7 Millionen Euro vom Premier-League-Club.

© ReutersDer Abflug von Rui Patricio Richtung Premier League könnte sich verzögern.



Lissabon – Sporting Lissabon hat beim Fußball-Weltverband FIFA Protest gegen den Wechsel von Nationaltormann Rui Patricio zu den Wolverhampton Wanderers eingelegt. Der Traditionsverein verlangt nach portugiesischen Medienberichten vom Premier-League-Aufsteiger eine Ablösesumme von 54,7 Millionen Euro.

Der 30-jährige Keeper hatte nach einer gewaltsamen Hooligan-Attacke am 15. Mai auf das Sporting-Trainingszentrum seinen Vertrag gekündigt und war ablösefrei zu den Wolves nach England gewechselt. Die Kündigung hatte er mit Angst um seine Sicherheit begründet. Sporting will diese Argumentation nicht gelten lassen. Etwa 40 Vermummte waren damals in das Trainingszentrum des Clubs eingedrungen und hatten auf Spieler und Trainer eingeprügelt. Sporting hatte zuvor die Teilnahme an der Champions League verpasst. Ein großer Teil der Angreifer sitzt in Untersuchungshaft.

Mehrere Sporting-Profis nahmen den Zwischenfall zum Anlass, ihre Verträge einseitig zu kündigen. Einer von ihnen, Nationalspieler Bruno Fernandes, kehrte mittlerweile zu Sporting zurück. Der 23-jährige Mittelfeldakteur unterschrieb am Dienstag einen Fünfjahresvertrag. Sporting verpflichtete außerdem für die kommenden zwei Jahre den Europameister Nani. Der 31-jährige Angreifer stammt aus dem Nachwuchs des Vereins und war zuletzt vom FC Valencia an Lazio Rom verliehen gewesen. (APA)