Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 31.07.2018


2. Liga

Kogler junior auf den Spuren des Vaters mit eigenem Weg

Beim 3:0-Sieg bei den OÖ Juniors machte im Dress der Wacker-Fohlen auch Alexander Kogler auf sich aufmerksam.

© gepaWacker-II-Angreifer Alexander Kogler setzte sich bei den OÖ Juniors nicht nur als Torschütze in Szene.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Der erste Zweitliga-Treffer der schwarzgrünen Zweier-Mannschaft ging in Pasching auf das Konto von Alexander Kogler. Jenem jungen 20-jährigen Mann, der früher schon Nachwuchsteams des FCW durchlief, ehe ihn die Jahre der Wanderschaft nach kurzem Intermezzo bei der AKA Tirol über den WAC nach Erfurt und später Ingolstadt führten. Auch so ist das Leben als Trainersohn, wobei der Flügelstürmer in Bezug auf seinen Vater und Ex-Wacker-Coach Walter lobend anführt: „Er ist eines meiner größten Vorbilder und eine absolute Respektsperson.“

Ex-Wacker-Coach Walter Kogler.
- gepa

Während der Papa hinten abmontierte, zieht es den Filius nach vorne. Der Vergleich hinkt zumindest positionsspezifisch ein bisschen. Und außerdem stellt der athletische und schnelle Junior, der für Ingolstadt 27 Partien in der Regionalliga Bayern absolvierte, auch klar: „Ich möchte mir meinen eigenen Namen machen.“

Der Anfang ist ihm beim Auftakt-Sieg individuell und mit dem schwarzgrünen Kollektiv geglückt: „Man geht ja ganz gerne mit einem 3:0 in eine neue Saison. Wir haben eine junge, talentierte Truppe und den ersten Schritt gemacht.“ Die Jahre der Wanderschaft an der Seite des Trainervaters und später auch alleine in Erfurt und Ingolstadt weist Kogler als „wertvolle Erfahrungen“ aus: „Ich habe viel gesehen, viele Trainer genossen und versuche immer noch alles aufzusaugen. Natürlich habe ich immer wieder Freunde zurücklassen müssen, aber insgesamt habe ich fußballerisch und auch menschlich profitiert.“

Die vielen Wechsel ließen natürlich auch in der schulischen Ausbildung keine reibungslosen Abläufe zu, weswegen der großgewachsene Angreifer in Innsbruck auch die Abendmatura im Visier hat. „Ich würde mich insgesamt als ehrgeizigen und zielstrebigen Typen bezeichnen“, sagt Kogler, dem beim Auftakt selbstverständlich auch der Vater auf die Beine geschaut hat – aber wie schon gesagt: „Ich bin in Innsbruck glücklich und will mich beweisen. Natürlich will ich nach oben, aber jetzt zählt einmal diese erste Saison.“ Kogler ist einer von vielen Wacker-Kickern, die zuvor noch nie Zweitliga-Luft geschnuppert haben.