Letztes Update am Do, 02.08.2018 23:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa League

LASK nach 2:1 in Lilleström sicher weiter, Admira ausgeschieden

Die Linzer schafften es mit einem Gesamtscore von 6:1 in die 3. Qualirunde. Nun wartet Besiktas Istanbul. Die Admira schied nach einer 1;3-Niederlage gegen Sofia ohne Erfolgserlebnis aus. Zumindest die Torflaute wurde nach sechs Spielen beendet.

© gepaDer Tiroler Florian Jamnig (r.) leitete das 2;0 für LASK ein.



Lilleström SK – LASK Endstand 1:2 (0:1)

Der LASK hat auch Teil zwei seiner Europacuprückkehr nach 19-jähriger Abstinenz erfolgreich gestaltet. Eine Woche nach dem 4:0-Heimsieg im Hinspiel der zweiten Qualirunde der Fußball-Europa-League setzten sich die Oberösterreicher am Donnerstag in der Rückpartie gegen Lilleström mit 2:1 (1:0) durch und erhalten zur „Belohnung“ ein Duell mit dem 15-fachen türkischen Meister Besiktas Istanbul.

Nach der Gala in Linz reichte dem LASK in Norwegen eine solide Vorstellung samt Treffern von Hinspiel-Doppeltorschützen Thomas Goiginger (35.) und Samuel Tetteh (65.). Lilleström kam durch Thomas Olsen (79.) nur zu einem späten Ehrentreffer. Nächster Gegner ist am 9. (auswärts) bzw. 16. August (heim) in der 3. Runde Besiktas, das nach dem 2:0 im Auswärtshinspiel am Donnerstagabend die Heimpartie gegen den Färöer-Vertreter B36 Torshavn mit 6:0 gewann.

LASK-Coach Oliver Glasner stellte in Norwegen im Vergleich zum Hinspiel leicht um, brachte in der Verteidigung Markus Wostry für Emanuel Pogatetz und setzte in der Offensive auf die Dreierkette Goiginger, Tetteh sowie Florian Jamnig. Mit dem dicken Polster im Rücken überließ man den Gastgebern viele Spielanteile, ohne dabei aber in echte Bedrängnis zu geraten. Die wenigen Offensivaktionen blieben Stückwerk, ehe Jamnig bei einem Kontersolo Goalie Matvei Igonen anschoss (30.). Der Schlussmann ersetzte den gebürtigen Österreicher Marko Maric, der im Hinspiel keine Toptag erwischt hatte.

Wenig später war es dann aber Goiginger, der nach Vorlage von Reinhold Ranftl aus wenigen Metern sicher zum 1:0 einschoss und damit den Sack zumachte. Lilleström, das zuvor nur bei einem Kopfball von Erling Knudtzon (21.) im Strafraum gefährlich wurde, kam kurz vor der Pause durch Erik Näsbak Brenden noch zur einer Ausgleichschance (39.), beide Male aber war LASK-Goalie Alexander Schlager zur Stelle.

Die Partie hatte in der zweiten Hälfte nur noch Trainingscharakter. Glasner verschaffte mit Dominik Frieser (in der Pause für Goiginger) und Fabian Benko (57. für James Holland) auch zwei Sommer-Zugängen Spielzeit. Mit Jamnig war es dann nach etwas mehr als einer Stunde ebenfalls ein „Neuer“, der nach einem Lilleström-Ballverlust und Zwischensprint den im Strafraum postierten Tetteh ideal bediente und damit das 2:0 einleitete. Der Salzburg-Leihspieler schoss trocken ein.

Die Linzer, die am Sonntag in der heimischen Bundesliga St. Pölten empfangen, fuhren dem Spielende mit leicht angezogener Handbremse entgegen. Lilleström kam noch zu einer Chance durch Brenden (67./Schlager parierte) und schließlich den Anschlusstreffer durch einen schön geschossenen Freistoß von Olsen. Der „Joker“ klopfte im Finish mit einem Weitschuss auch noch einmal an der Latte an (83.).

FC Admira - ZSKA Sofia Endstand 1:3 (0:1)

Das angepeilte „positive Ergebnis“ ist der Admira zum Abschied aus dem Europacup verwehrt geblieben. Die Südstädter unterlagen ZSKA Sofia im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Fußball-Europa-League 1:3 (0:1). Mit einem Gesamtscore von 1:6 schied der Fünfte der vergangenen Meisterschaft aus. Damit muss sich die Truppe von Ernst Baumeister zur Gänze auf die Liga konzentrieren.

Der brasilianische Angreifer Maurides erzielte einen Doppelpack (14.,53.), zudem trug sich der Portugiese Jorginho in die Schützenliste ein (80.). Für die Südstädter beendete Sinan Bakis die Torflaute (55.).

Dabei keimte gleich nach Anpfiff zumindest die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis auf. Dominik Starkl scheiterte aus spitzem Winkel am Schlussmann der Bulgaren. Im Gegenzug bewies auch Admira-Goalie Manuel Kuttin im Duell mit Tiago Rodrigues sein Können.

Insgesamt wirkten die Admiraner bemüht, den schlechten Saisonstart zumindest teilweise vergessen zu machen. In den entscheidenden Momenten fehlte es aber an Genauigkeit. Die Führung der Gäste resultierte aus einem Konter. Maurides staubte nach einem Stangenschuss von Kiril Despodow ohne Probleme ab.

Der bulgarische Vizemeister, der vom ehemaligen Austria-Co Nestor El Maestro betreut wird, geriet zu keinem Zeitpunkt in Verlegenheit und legte kurz nach Seitenwechsel nach. Stephan Zwierschitz servierte mit einem katastrophalen Rückpass Maurides den Ball auf dem Silbertablett. Der Brasilianer umkurvte Kuttin und schob unbedrängt ein.

Im Gegenzug vollendete Bakis einen Angriff mustergültig und erzielte nach sechs torlosen Spielen den ersten Treffer der Südstädter, bei denen mit Kuttin, Emanuel Aiwu, Morten Hjulmand, Marcus Maier und Patrick Schmidt fünf Neue im Vergleich zum Hinspiel begannen. Den Endpunkt besorgte Jorginho mit seinem Treffer in der 80. Minute, dem ein Admira-Eckball vorangegangen war.