Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 05.08.2018


2. Liga

Spitzenspiel und Heim-Auftakt

In der 2. Liga warten am Sonntag auf Tirols Vertreter besondere Spiele: Wattens gastiert in Ried, Wacker II feiert Heimpremiere.

© gepaZum Auftakt jubelte die WSG Wattens gegen Lafnitz gleich sechsmal – heute (10.30 Uhr) soll es in Ried so weitergehen.Foto: gepa



Von Tobias Waidhofer

Ried, Innsbruck — Ein­e Sonntagsmatinee in Ried? Das gab's noch nie. Am Sonntag ist es aber so weit, wenn die WSG Wattens um 10.30 Uhr (live im Internet unter laola1.tv) bei den Wikingern gastiert.

Bei den Tirolern überließ man vor dem Spitzenspiel der zwei heißesten Aufstiegs-Kandidaten nichts dem Zufall: Schon die ganze Woche über trainierte man um 10.30 Uhr, um sich an die ungewöhnliche Anstoßzeit gewöhnen. „Das ist für alle etwas Neues", erklärte Trainer Thomas Silberberger am Samstag kurz vor der Abfahrt ins Innviertel. „Vielleicht haben wir dadurch sogar einen kleinen Vorteil, weil wir im Hotel einkaserniert sind. Die Rieder fahren am Vormittag direkt zum Spiel, das ist schon ein ganz anderer Tagesablauf", hofft der Wattener Coach.

Wacker-Juwel Matthäus Taferner will auch heute im Tivoli-Stadion gegen die SKU Amstetten wirbeln.Foto: gepa
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Für den Wörgler bleiben die Rieder — trotz des enttäuschenden Auftakt­remis gegen Steyr — jene Mannschaft, die es im Titelkampf zu schlagen gilt. „Der Druck liegt einzig und allein bei Ried. Sie haben das größte Budget der Liga und haben immer noch eine starke Mannschaft." Ried-Trainer Thomas Weissenböck meinte zuletzt im Gespräch mit dem Internetportal Laola1 doch recht überraschend: „Ich denke nicht, dass man heuer sagen kann, dass Ried Meister werden muss."

Das kostet Silberberger („Natürlich schieben sie uns die Favoritenrolle zu") aber nur ein müdes Lächeln. Fehlen werden am Sonntag nur Lukas Katnik, Kelvin Yeboah und Felix Adjei. „Wir werden ein, zwei Dinge in der Startformation ändern." Vielleicht rückt auch Clemens Walch gegen den Ex-Verein erstmals in die Startelf.

Nachdem am Samstag im Tivoli-Stadion die Bundesliga-Heimpremiere über den Rasen ging, steht am Sonntag (14.30 Uhr, live laola.tv) jene in der 2. Liga auf dem Programm, wenn Wacker II SKU Amstetten (mit dem 156-fachen Bundesliga-Spieler Thomas Hinum)empfängt. Bei der Zweitvertretung der Schwarzgrünen ist die Euphorie nach dem 3:0-Auftaktsieg bei den OÖ Juniors natürlich groß.

„Besser hätte es nicht laufen können, die ganz­e Mannschaft hat extrem gut gespielt", blickte Doppeltorschütze Alex Gründler noch einmal zurück. Im Wissen, dass mit Amstetten „ein ganz anderer Gegner auf uns zukommt". Bei einem Videostudium wurden die jungen Wacker-Kicker am Samstag von Coach Thomas Grumser auf alle Eventualitäten vorbereitet. Fraglich ist nur der zuletzt angeschlagene Alex Joppich. „Amstetten agiert viel mit langen Bällen, darauf sind wir eingestellt", weiß Trainer Thomas Grumser, der am Sonntag auf eine möglichst volle Westtribüne hofft.