Letztes Update am Mo, 06.08.2018 12:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Champions League

Junuzovic und der Traum von der Champions League

So wie sein neuer Arbeitgeber Red Bull Salzburg wartet auch Zlatko Junuzovic auf seinen ersten Auftritt auf der Bühne der Fußball-Königsklasse. Im Play-off würde der Sieger aus Roter Stern Belgrad - Spartak Trnava warten.

© gepaIn der jungen Salzburger Mannschaft will Zlatko Junuzovic die Führungsrolle übernehmen.



Salzburg – 55 Spiele hat er für Österreich bestritten, 188 in der deutschen Bundesliga. In der Champions League stand aber auch Zlatko Junuzovic noch nicht auf dem Rasen. Die Chance auf die Königsklasse habe bei seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg eine „große Rolle“ gespielt, bestätigte der 30-Jährige vor dem Quali-Auftakt am Mittwoch (19.00 Uhr/Puls 4) gegen Shkendija Tetovo.

„Natürlich haben wir die Ambition, dass wir in die Champions League kommen. Das ist von jedem Einzelnen der Wunsch, ein Traum auch“, erklärte Junuzovic. Die Vergangenheit soll dabei nicht belastend wirken. In bisher zehn Anläufen der Red-Bull-Ära auf die Eliteliga sind die Salzburger stets gescheitert. Intern sei das aber kein großes Thema, versicherte der neue Mittelfeldregisseur. Es überwiege der positive Zugang. „Es beginnt alles bei Null.“

Junuzovic warnt: „Kein Selbstläufer“

Die Chance könnte sogar größer sein als in den vergangenen Jahren, ist das Erfolgsteam der Vorsaison doch mit wenigen Ausnahmen (Innenverteidiger Duje Caleta-Car und Mittelfeld-Antreiber Valon Berisha) zusammengeblieben. „Von Nachteil ist das sicher nicht“, meinte Junuzovic. „Die Mannschaft kennt sich in- und auswendig.“ Auch ihm selbst sei die Integration dadurch leicht gefallen.

Die Champions League sei auch für ihn ein großes Ziel. „Die Qualität haben wir auf jeden Fall. Es wird aber kein Selbstläufer“, betonte der frühere Bremen-Legionär. „Wir gehen Schritt für Schritt.“ Vorerst gelte es, im Heimspiel gegen Tetovo ein gutes Ergebnis zu schaffen. „Wir wissen um unsere Stärken.“ Die liegen auch in der Breite des Kaders. Junuzovic: „Der Konkurrenzkampf bei uns ist riesig. Das habe ich selten so gehabt.“ Auch er selbst ist nicht fix gesetzt. Zum Ligastart gegen den LASK (3:1) wurde er eingewechselt, am Samstag beim Last-Minute-Sieg in Mattersburg (2:0) spielte er durch.

Druck-Situation spornt an

„Wir haben sehr viele junge Spieler mit Qualität. Gerade im Mittelfeld tummeln sich sehr viele Spieler“, erklärte Junuzovic. „Der Trainer hat die Qual der Wahl. Er kann jeden reinwerfen ohne Bedenken, weil alle spielen können.“ Der frühere ÖFB-Teamspieler will sich der Herausforderung stellen. „So entwickelst du dich weiter. Du musst immer schauen, dass du in Form bist und in Form bleibst. Man hat Druck, aber der spornt auch an. Das ist was Gutes.“

Für die Champions-League-Qualifikation gilt es, schnell in den Rhythmus zu kommen. „Jeder weiß, wie wichtig dieses Spiel ist“, sagte Junuzovic über den Auftakt gegen den mazedonischen Meister. Für den Einzug in die Königsklasse wäre danach noch eine Runde zu überstehen, in der der Sieger aus Roter Stern Belgrad - Spartak Trnava wartet. Junuzovic: „Wir haben einfach eine große Chance. Wir werden aber auch nicht in Depression verfallen, wenn wir es nicht schaffen.“ (APA)