Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 08.08.2018


Champions League

Startschuss zum elften Salzburger Anlauf in die Königsklasse

Mazedoniens Meister Shkendija Tetovo ist heute (19 Uhr) die erste Hürde für Red Bull Salzburg.

© APADie Bullen wollen heute auch gegen Tetovo jubeln.



Salzburg – Mit einem vermeintlich einfachen Gegner startet Red Bull Salzburg heute ab 19 Uhr (live Puls 4) zuhause den elften Anlauf auf die Gruppenphase der Fußball-Champions-League. Gegen Mazedoniens Meister Shkendija Tetovo ist der Europa-League-Halbfinalist der Vorsaison haushoher Favorit. Trainer Marco Rose brachte die Ausgangslage daher trocken auf den Punkt: „Egal wie – wir wollen weiterkommen.“

Zahlreiche Fans und Beobachter sind sich einig: Salzburgs Chancen nach zehn gescheiterten Versuchen sind nun besser als je zuvor. Schließlich ist das Erfolgs­team der vergangenen Saison in großen Teilen samt Trainer Rose zusammengeblieben, die Gegner – in der letzten Qualirunde würden entweder Spartak Trnava (SVK) oder Roter Stern Belgrad warten – sind machbar. Die Erwartungshaltung ist dementsprechend hoch. „Natürlich ist der Druck größer als in einem normalen Meisterschaftsspiel“, sagte Innenverteidiger Andre Ramalho. Rose wiegelte ab. „Wir haben letzte Saison gesehen, wie viel Spaß es in Europa macht. Von daher ist der Druck nicht so groß“, betonte der Deutsche, der die Situation nicht mit dem Vorjahr vergleichen wollte. Damals scheiterte der zu der Zeit neue Coach mit den „Bullen“ in der 3. Qualirunde an HNK Rijeka. „Das war eine völlig andere Konstellation“, erklärte Rose.

Den aktuellen Gegner, der mit 35 Punkten Vorsprung auf Vardar Skopje Meister wurde und dabei 101 Tore in 36 Partien erzielte, werde man keinesfalls unterschätzen. „Wenn man sie spielen lässt, werden sie gefährlich, lässt man sie allerdings nicht spielen, sind sie angreifbar und man hat Möglichkeiten“, erklärte Rose, dessen Elf am Dienstag kommender Woche in Skopje das Rückspiel bestreitet.

Dass man im Gegensatz zum Gegner bereits zwei nationale Meisterschaftsspiele in den Beinen hat, sei kein Vorteil. Schließlich habe Tetovo bereits vier CL-Qualipartien in den Beinen. „Auch Shkendija ist im Rhythmus und hat sich am vergangenen Wochenende ausruhen können“, meinte Rose nicht zuletzt im Hinblick auf die derzeit grassierende Hitzewelle.

Auf welches Personal er heute setzt, bleibt abzuwarten. Sicher nicht dabei ist Amadou Haidara, der seine Sperre nach der Gelb-Roten Karte im EL-Halbfinale gegen Olympique Marseille aus der Vorsaison mitschleppt. Auch Goalie Alexander Walke, der vor der Saison zum Europacup-Tormann auserkoren worden war, fehlt nach einem Muskelfaserriss im Hüftbereich. Außenverteidiger Stefan Lainer, der zuletzt beim 2:0 in Mattersburg mit einer Verkühlung fehlte, dürfte zurückkehren. (APA, w.m.)