Letztes Update am Do, 09.08.2018 10:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa League

Doppelte Warnung für Rapid, Sturm in der Favoritenrolle

Der LASK ist auswärts gegen den türkischen Spitzenklub Besiktas Istanbul klarer Außenseiter.

© gepaRapids Deni Alar ist heute gefordert.



Sturm Graz – Larnaca

In der zweiten Runde der Fußball-Champions-League-Qualifikation war Sturm Graz gegen Ajax Amsterdam chancenlos, in der Qualifikation zur Europa League gegen AEK Larnaca aus Zypern gelten die Steirer heute (19 Uhr, live ORF eins) vor eigenem Publikum aber als Favoriten.

Selbstläufer wird es gegen die Zyprioten jedoch keiner, der Cup-Sieger ist gewarnt: Im heimischen Pokalwettbewerb holte Larnaca Mitte Mai nach dem Pokalsieg 2004 seinen zweiten großen Titel der Vereinsgeschichte. Zudem stehen im Kader der seit Juni vom früheren spanischen Teamspieler Andoni Iraola betreuten Mannschaft rund 15 Legionäre – darunter gleich zehn Spanier. „Larnaca ist ein ganz gefährlicher Gegner, die können richtig gut Fußball spielen“, sagte Sturm-Trainer Heiko Voge­l, der eine typisch spanische Mannschaft erwartet.

Die Grazer wollen jedoch endlich wieder den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Europa League schaffen, zuletzt gelang dies in der Saison 2011/12.

Bratislava – Rapid Wien

„So kommen wir nicht in die Europa League.“ Die Warnung von Neo-Rapid-Stürmer Deni Alar nach dem jüngsten 1:1 gegen Altach war eine unmissverständliche. Auswärts bei Slovan Bratislava muss heute (21.05 Uhr, live ORF eins) definitiv eine Steigerung her. „Der Klub hat viel vor, baut gerade ein neues Stadion. Das wird eng“, mahnt der ehemalige Rapid-Spieler Marvin Egho, der inzwischen bei Spartak Trnava in der Slowakei engagiert ist. Aufzupassen gilt es sich laut dem ÖFB-Legionär vor allem auf die temporeiche Flügelzange Cavric/Drazic und Stoßstürmer Andraz Sporar, der vor Jahren fast bei Sturm Graz gelandet war.

Auch abseits des Sportlichen reisen die Hütteldorfer eher mit Bauchweh nach Bratislava. Ein gewaltbereiter Teil der Slovan-Anhänger ist mit dem Austria-Fanklub „Unsterblich“ verbandelt, drohende Ausschreitungen sollen dringlichst vermieden werden. Für die Rapid-Fans gibt es ein Innenstadt-Verbot, von grün-weißen Ansammlungen wird abgeraten. Das Spiel wird demnach zum Hochrisiko-Spiel.

Besiktas – LASK

Wenn der LASK heute (20 Uhr) in der Europa-League-Quali bei Besiktas Istanbul gastiert, nimmt Veli Kavlak auf der Tribüne Platz. Der seit 2015 mit einer Schulterverletzung kämpfende Wiener wird dies nicht mehr als Profi des türkischen Spitzenclubs tun. Sein Vertrag wurde vor wenigen Tagen vereins­seitig aufgelöst. Trotzdem weiß der ehemalige ÖFB-Nationalspieler, was die Linzer heute erwartet.

„Besiktas ist klarer Favorit, aber im Fußball gibt es immer eine Chance“, meinte Kavlak zwar, wusste aber auch zu berichten, dass die Hausherren schon gut in Schuss seien. „Von der Qualität und dem Tempo, was ich gesehen habe, war das schon richtig weit.“ Stars wie Quaresma, Pepe oder Negredo sprechen ohnehin eine klare Sprache.

Der LASK könnte heute im Wissen, dass es auch einige Konterchancen geben könnte, auf das Tempo des Tirolers Flo Jamnig setzen. Die Oberösterreicher gehen locker in das Spiel. „Das ist ein absolutes Highlight gegen den Achtelfinalisten der vergangenen Champions League“, weiß Trainer Glasner. (t.w., APA)