Letztes Update am Sa, 11.08.2018 18:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Salzburg setzte sich im Schlager gegen die Austria mit 2:0 durch

Aufsteiger Hartberg durfte gegen Mattersburg über den ersten Sieg in der Bundesliga jubeln.

© APAZlatko Junuzovic (weiß) hatte gegen seine Ex-Klub Austria keinen leichten Stand.



Salzburg – Austria Wien 2:0

Der erste Schlager der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga ist an den Titelverteidiger gegangen: Red Bull Salzburg setzte sich am Samstag in der dritten Runde zuhause gegen Austria Wien mit 2:0 (1:0) durch und thront mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze. Patson Daka (38.) und Munas Dabbur (77.) sorgten für einen verdienten Sieg gegen harmlose Gäste.

Dabbur traf dabei auch im fünften Saisonpflichtspiel und vollendete eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel der Champions-League-Qualifikation am Dienstag gegen Shkendija Tetovo. Salzburg ist damit bereits 30 BL-Heimspiele in Folge ungeschlagen, feierte den fünften Sieg im fünften Saisonpflichtspiel. Die Austria hingegen könnte nach der zweiten Niederlage en suite am Ende der Runde am Sonntag bis auf Platz zehn abrutschen. Dann hat auch Sturm Graz die Chance, mit einem Sieg in St. Pölten mit dem Serienmeister gleichzuziehen.

Beide Trainer nahmen im Vergleich zu ihren jüngsten Auftritten drei Änderungen vor: Bei Salzburg kamen Amadou Haidara, Takumi Minamino und Daka anstelle von Xaver Schlager, Hannes Wolf und Reinhold Yabo zum Einsatz. Bei der Austria agierte Debütant Cristian Cuevas als linker Verteidiger, zudem standen Mittelfeldmann Vesel Demaku und Stürmer Bright Edomwonyi erstmals in der in der Startelf. Thomas Salamon, Dominik Prokop und Kevin Friesenbichler blieben dafür auf der Bank.

Salzburg startete vor 10.734 Zuschauern erwartungsgemäß druckvoll, die erste nennenswerte Gelegenheit fanden aber die Gäste vor: Alexander Grünwald bot Cican Stankovic in der dritten Minute Gelegenheit für eine schöne Parade. Am Ende einer starken ersten Viertelstunde der „Bullen“ musste Austria-Goalie Patrick Pentz in extremis eine brandgefährliche Hereingabe Stefan Lainers vor Dabbur bändigen (13.).

Dann aber kamen die Wiener besser ins Spiel, legten mit viel Aggressivität zumindest jenes der dominanten Hausherren einigermaßen lahm. Lange herrschte in den kritischen Bereichen des Spielfelds Flaute, ehe die fast bis zur Mittellinie aufgerückte Viererkette der „Veilchen“ sich quasi selbst abschaffte: Nach einem Abschlag gewann Marin Pongracic das Kopfballduell, und Munas Dabbur bediente den schnellen Daka, der aus gut 17 Metern Pentz gefühlvoll überhob. Zwei Außennetzschüsse von Zlatko Junzovic (43.) und Dabbur (45.) später kam der Austria die Pause wohl durchaus recht.

Allerdings gelang es der Elf von Thomas Letsch nicht, sich zu sammeln. Die zweiten 45 Minuten ähnelten den ersten, beim ersten - und letzten - Torschuss für die Gäste seit der dritten Minute verfehlte Michael Madl nach einem Eckball das Ziel (73.). Salzburg gab noch klarer den Ton an, sorgte vorerst aber bis auf zwei gefährliche Hereingaben von Andreas Ulmer (50., 60.) nicht für echte Gefahr. Kurz nachdem Ulmer sein 250. Bundesligaspiel in der 74. Minute beendet hatte, machte Dabbur den Sack zu: Nach Doppelpass mit Junuzovic über die halbe Breite schoss er von der Strafraumgrenze flach und höchst präzise ins rechte Eck ein.

Hartberg – Mattersburg 4:2

Aufsteiger Hartberg hat am Samstag in der dritten Runde mit einem souveränen 4:2-(3:1)-Heimsieg über Mattersburg die ersten Punkte in der Fußball-Bundesliga geholt. Treffer von Zakaria Sanogo (1.), Florian Flecker (33.) und Michael Blauensteiner (62.) sowie ein Eigentor von Mattersburg-Tormann Markus Kuster (38.) ebneten den Steirern den Weg zum hochverdienten Erfolg.

Hartberg, das zum Auftakt 2:3 bei Vizemeister Sturm Graz und dann daheim 0:1 gegen Europa-League-Quali-Teilnehmer Admira verloren hatte, gab damit die Rote Laterne ab und lag vor den Sonntagsspielen als Fünfter sogar in der oberen Tabellenhälfte. Die Mattersburger, die zuletzt gegen Meister Salzburg eine 0:2-Heimniederlage in der Nachspielzeit kassiert hatten, fielen indes vom siebenten auf den zehnten Rang zurück. Die Tore für die Gäste erzielten Marko Kvasina (5.) und Jefte Betancor (70.).

Es dauerte lediglich 54 Sekunden, da stand es nach einem langen Pass von Michael Huber, den Sanogo mit einem Schuss ins lange Eck perfekt verarbeitete, bereits 1:0 für Hartberg. Doch die Freude über diese Führung war von kurzer Dauer, denn schon in der fünften Minute hieß es 1:1. Eine Flanke von Andreas Gruber köpfelte Alois Höller zu Kvasina, der den Ball volley nur noch über die Linie zu drücken brauchte.

Auch danach sahen die 2.812 Zuschauer in der Profertil Arena eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. So prüfte etwa Daniel Kerschbaumer Hartberg-Schlussmann Rene Swete (10.), während Sanogo aus ähnlicher Position wie beim Führungstreffer das Außennetz traf (15.). Bei einer abgerissenen Flanke von Flecker musste Kuster zur Ecke klären (23.).

Nach einer unglücklichen Aktion von Swete, der im Strafraum Kvasina unabsichtlich gefoult hatte, entschied Schiedsrichter Walter Altmann sofort auf Elfmeter (29.). Julius Ertlthaler scheiterte jedoch am Tormann, der die Ecke erriet, den Ball ans Lattenkreuz lenkte und auch den anschließenden Kopfball von Höller parierte (30.).

Nur drei Minuten später schlug es dafür zur Freude der Hartberg-Fans auf der Gegenseite ein: Nach einem weiten Abstoß von Swete vollendete Flecker nach schönem Zusammenspiel mit Youba Diarra. In dieser Szene machte sich wie schon beim 1:0 das Fehlen des angeschlagenen Mattersburg-Abwehrchefs Cesar Ortiz bemerkbar. Und es kam noch schlimmer für die Burgenländer: Einen Eckball von Dario Tadic schlug sich Kuster mit einer verunglückten Abwehr ins eigene Tor.

Nach der Pause diktierte Hartberg das Match. Rajko Rep (47., 58.) ließ zwei Hochkaräter aus, so war es Blauensteiner vorbehalten, nach einem Eckball auf 4:1 zu stellen (62.). Der eingewechselte Betancor, der nach Jano-Flanke und Verlängerung von Höller per Kopf traf, betrieb noch Ergebniskosmetik. Auf der Gegenseite musste sich Kuster bei einem Gewaltschuss von Flecker strecken (79.). Auch Marcel Holzer (90.), Flecker und abermals „Joker“ Holzer (beide 92.) scheiterten im Finish am Mattersburg-Tormann. (APA)