Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 13.08.2018


2. Liga

Wattens-Coach Silberberger: „Das war wenig bis gar nichts“

© gepaDie Stimmung könnte besser sein: Thomas Silberberger (Wattens).Foto: gepa



Von Florian Madl und Tobias Waidhofer

Wattens, Innsbruck – Nach dem 1:1 gegen Klagenfurt stellte sich bei Zweitligist Wattens sportliche Ernüchterung ein. „Das war wenig bis gar nichts“, räumte Trainer Thomas Silberberger ein. Die Ansprüche sind gestiegen, längst genügt das Mittelfeld der Tabelle nicht mehr. Die Akteure am Platz werden dem noch nicht gerecht: Bis auf Torschütze Ignacio Jáuregui suchen viele ihre Form, selbst Stützen wie Florian Mader können dem Spiel keinen Stempel aufdrücken. Bleibt Torhüter Ferdinand Oswald, von dem Thomas Silberberger glaubt: „Er hat uns am Leben gehalten.“

Ob’s der Druck ist, heuer zu den Aufstiegsanwärtern der Liga zu zählen? Trainer Thomas Silberberger hält davon wenig: „Nein! Mehr Druck hatten wir in unseren Westliga-Saisonen, als die Titelentscheidung vor allem über uns lief.“

Offensivkraft Benni Pranter indes verweist auf die neue Situation: „Es ist für uns anders als in der Vorsaison – damals waren wir mit Platz fünf zufrieden.“ Nachsatz: „Vielleicht haben wir es gegen einen Aufsteiger wie Klagenfurt diesmal auch unbewusst ein wenig zu locker genommen und deshalb ein paar Prozent vermissen lassen.“ Noch sei man jedenfalls noch nicht wunschgemäß eingespielt, aber die spielstarke Nummer sieben bleibt ruhig: „Wir verfallen deswegen nicht in Panik.“

Das fordert auch Thomas Silberberger: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir uns nicht selbst zerfleischen.“ Abwehrchef Ione Cabreras vorzeitiges Ausscheiden gegen Klagenfurt wird wohl am Freitag (19.10 Uhr) beim FAC eine Zwangspause erforderlich machen.

Silberbergers Pendant bei Wacker II, Thomas Grumser, beobachtete mit Klagenfurt den Freitag-Gegner seiner Fohlen – und zog aus der Beobachtung in Wattens seine Lehren: „Ins Spiel kommen lassen darf man keinen Aufsteiger.“ Das gilt auch für sein Team, das sich ungeachtet des 1:3 gegen BW Linz in der Liga akklimatisiert hat. Grumsers Fazit: „Nur an der Effizienz müssen wir noch ein wenig arbeiten.“