Letztes Update am Mi, 22.08.2018 08:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa League

Im Play-off geht es für Rapid auch um dicke Finanzspritze

Der Einzug in die Europa-League-Gruppenphase würde Rapid ein Umsatz-Plus von acht Millionen Euro bescheren. Die will man nachhaltig investieren.

Rapid würde der Einzug in die Europa-League-Gruppenphase sportlich wie finanziell gut schmecken.

© APARapid würde der Einzug in die Europa-League-Gruppenphase sportlich wie finanziell gut schmecken.



Wien – Der Einzug in die Gruppenphase der Europa League würde für Rapid eine beachtliche Finanzspritze bedeuten. Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek kalkuliert für diesen Fall, ausgehend von einem Heim-Zuschauerschnitt von 20.000 Fans und beispielsweise sechs erreichten Punkten, mit einem zusätzlichen Umsatz von rund acht Millionen Euro.

Wie viel davon netto im Börsel bleiben würde, wollte der Wiener nicht prophezeien. „Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös“, sagte Peschek vor dem Play-off-Hinspiel am Donnerstag (20.30 Uhr/live ORF eins) in Wien gegen Steaua Bukarest. Auf jeden Fall wäre es ein beachtliches Zubrot für den rund 32 Millionen Euro schwere Etat, in dem lediglich die Einnahmen bis zum Europa-League-Play-off budgetiert sind.

Schere zur Champions League immer größer

Für die Gruppenphase gibt es ein Antrittsgeld von 2,92 Millionen Euro, ein Sieg ist 570.000 Euro, ein Unentschieden 190.000 Euro wert. Noch offene Zahlungen via Marktpool und Club-Koeffizientenrangliste kommen hinzu. Bisher hat Rapid in dieser Saison durch das Antreten in der dritten Qualifikationsrunde und im Play-off 580.000 Euro an UEFA-Prämien eingestreift.

Selbst wenn es sich bei den Europa-League-Überweisungen um einen für österreichische Clubs namhaften Betrag handelt - vom Millionenregen für die Teilnehmer an der Champions-League-Gruppenphase ist man weit entfernt. Die kassieren nämlich je 15,25 Mio. Euro Startgeld und 900.000 Euro pro Punkt, selbst ein Ausscheiden im CL-Play-off wird noch mit fünf Mio. Euro versüßt. „Für Vereine wie Rapid, die sich oft für die Europa League qualifizieren, ist es nicht besonders erfreulich, dass die ohnehin schon riesige Schere zwischen Europa League und Königsklasse noch weiter auseinandergeht“, erklärte Peschek.

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Trotzdem kämen den Hütteldorfern auch die Europa-League-Einnahmen sehr gelegen.“Wir würden sie für nachhaltige Investitionen wie zum Beispiel das Trainingszentrum und weitere Sportinfrastruktur, die teilweise Rückzahlung der Stadionkredite und selbstverständlich für eine wettbewerbsfähige Mannschaft nutzen“, sagte Peschek und ergänzte: „Der sportliche Erfolg steht im Mittelpunkt.“

In der Liga neben der Spur

Die Qualifikation für die Gruppenphase bedeutet jedoch nicht zwingend zusätzliche Neuverpflichtungen. „Ausschließen kann man nichts, aber wir haben bereits entsprechende Investitionen getätigt und einen sehr guten Kader mit einer adäquaten Größe, der auf die Europa-League-Gruppenphase ausgelegt ist“, betonte Peschek.

Allerdings ist der Blick nicht nur auf den Europacup gerichtet - in der heimischen Liga gilt es nach nur fünf Punkten aus den ersten vier Spielen schleunigst wieder in die Spur zu kommen. „Dass die Punkteausbeute unter den Erwartungen geblieben ist, ist klar, dennoch blicken wir den nächsten Partien mit Zuversicht entgegen“, meinte Peschek. (APA)