Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 24.08.2018


Bundesliga

Gegen die alte Liebe hat Schimpi Punkte im Visier

Ex-Rapidler Michael Schimpelsberger freut sich auf sein Debüt im Allianz-Stadion. Mit Punkten im Gepäck soll der FC Wacker die Rückreise aus Wien antreten.

Vor vier Jahren verteidigte Michael Schimpelsberger noch im Rapid-Dress gegen Wacker-Stürmer Christopher Wernitznig (rechts).

© gepaVor vier Jahren verteidigte Michael Schimpelsberger noch im Rapid-Dress gegen Wacker-Stürmer Christopher Wernitznig (rechts).



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Am 4. Mai 2014 war der FC Wacker zum letzten Mal in Hütteldorf zu Gast. Die Schwarzgrünen kamen als Fixabsteiger nach Wien und kassierten eine 0:2-Niederlage. Vom damaligen Kader steht niemand mehr beim FC Wacker unter Vertrag. Ein gewisser Bright Edomwonyi, der zurzeit bei der Wiener Austria für Tore sorgt, saß auf der Tiroler Ersatzbank.

Der jetzige FCW-Verteidiger Michael Schimpelsberger kann sich an diese Partie noch gut erinnern. „Weil es das letzte Spiel im Hanappi-Stadion vor dem Abriss war und ich den Assist zum Führungstreffer von Terence Boyd ablieferte“, so Schimpelsberger, der damals u. a. mit Marcel Sabitzer und Guido Burgstaller in der Rapid-Elf einlief.

Trotz starker Paraden blieb Wacker-Goalie Christopher Knett noch in keine­m Bundesligaspiel ohne Gegentreffer.
Trotz starker Paraden blieb Wacker-Goalie Christopher Knett noch in keine­m Bundesligaspiel ohne Gegentreffer.
- gepa

Jetzt fiebert der 27-jährige „Schimpi“ seinem Debüt im neuen Allianz-Stadion entgegen: „Ich war weder als Spieler noch als Zuschauer in der neuen Arena und freu’ mich riesig auf das Spiel gegen meinen Exklub.“ Wobei der lauf- und kampfstarke Außenverteidiger, der das gestrige Training wegen einer leichten Oberschenkelblessur ausließ, gleich klarstellt: „Wir fahren nicht nach Wien wegen des tollen Stadions, sondern um Punkte zu holen. Die brauchen wir nämlich dringend.“ Die Floskeln „eh ganz gut gespielt“ oder „ihr könnt in der Liga locker mithalten“ will Schimpelsberger endlich auch mit „Zählbarem“ belegt sehen. „Wir müssen uns für unsere Leistung endlich einmal auch belohnen“, soll der für Hütteldorf ausgetüftelte Matchplan auf dem Rasen umgesetzt werden, „denn wir wollen aus dem Allianz-Stadion unbedingt etwas mitnehmen“.

Was natürlich ganz im Sinn von Trainer Karl Daxbacher ist, der das gestrige Qualifikationsspiel der Hütteldorfer gegen Steaua Bukarest genau unter die Lupe nahm. Dass die Grünweißen nach nur fünf Punkten aus vier Bundesliga­spielen besonders unter Druck stehen, kontert der 65-Jährige trocken: „Wir stehen genauso unter Druck.“

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Bis auf den angeschlagenen Lukas Hupfauf sind alle Kaderspieler fit. Auch der gegen St. Pölten erkrankte Stefan Rakowitz ist einsatzfähig. Goalie Christopher Knett pausierte Anfang der Woche wegen leichter Schulterprobleme, gestern war der 28-Jährige schon wieder mit von der Trainingspartie und will im Verbund mit seinen Vorderleuten versuchen, erstmals in dieser Saison ein Ligaspiel ohne Gegentor zu überstehen.