Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 10.09.2018


Fußball

Der Name Fuchs steht für Tore am Fließband

Sohn Lukas (16 Jahre) tritt in die Fußstapfen seines Vaters Toni (39). Aktuell spielen sie noch Seite an Seite für 1.-Klasse-Klub Zell/Ziller.

© Michael KristenToni (l./3 Tore) und Lukas Fuchs (1) erzielten vergangenen Samstag in Mils zusammen vier Treffer.Foto: Kristen



Von Thomas Mair

Zell/Ziller – Man kennt und fürchtet ihn im Tiroler Fußball-Unterhaus – Anton Fuchs hat sich in gut 20 Jahren weit über das Zillertal hinaus einen Namen gemacht. Tore wie am Fließband waren und sind auch heute noch sein Markenzeichen. Und das soll trotz seines fortgeschrittenen Sportler-Alters (39) noch eine weitere Generation währen. Denn sein Filius Lukas, der mit ihm in Zell (1. Klasse Ost) die gegnerischen Torhüter das Fürchten lehrt, ist auf dem besten Weg, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

„Er hat eine unheimliche Ruhe am Ball, ein gutes Auge für den Mitspieler und kann den tödlichen Pass spielen“, weiß Trainer Helmut Kraft um die Stärken seines Kükens und sieht den 16-Jährigen im Gegensatz zu seinem Vater eher als hängende Spitze. Der BORG-Schüler lief in den vergangenen Spielzeiten für die Akademie Tirol auf, wurde zuletzt aber von einer Kniescheibenverletzung gebremst und im Sommer ausgebootet. „Das war schon ein Tiefschlag“, erinnert sich Vater Toni, „zumal wir es sehr spät erfahren haben.“ Das Internat in Innsbruck besucht der Teenager nicht mehr, sondern pendelt täglich in die Landeshauptstadt. „Zwei Stunden werde ich schon unterwegs sein“, meint Lukas, der seine neue Situation gut angenommen hat und nun das Beste daraus machen will.

Sportlich läuft es für den Manchester-United-Fan, der in allen Runden von der Bank kam, vorzüglich. Drei erzielte Tore geben ihm dabei zusätzlichen Auftrieb, wenngleich Trainer Kraft sein Juwel noch bremst und langsam aufbauen will: „Für die 1. Klasse fehlt ihm noch die Robustheit. Das ist er von der Akademie noch nicht gewöhnt, da muss er noch dazulernen.“ Auch Vater Toni, der einst zwei Angebote der FC Tirol Amateure wegen seines Berufs als Installateur ausschlug, weiß, woran der Filius arbeiten muss.

Tonis Karriere neigt sich indes dem Ende zu. Gedanken daran habe der dreifache Familienvater bereits gehegt. „Ein Grund für das Fortsetzen seiner Karriere war sicher, dass er gemeinsam mit seinem Buam spielen kann“, kennt Kraft die Motivationsspritze. Immerhin gilt es für „die beiden Füchse“ (Kraft), den hauchdünn verpassten Aufstieg aus dem Vorjahr heuer nachzuholen.