Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 16.09.2018


Bundesliga

Wechsel im Wacker-Angriff: Dedic fehlt, Eler stürmt

Ohne Torjäger Zlatko Dedic absolviert der FC Wacker das heutige Auswärtsspiel ab 14.30 Uhr beim Wolfsberger AC.

© gepaNach dem einjährigen Abstecher zum AS Nancy feiert Patrik Eler heute gegen den WAC sein Debüt in der Wacker-Startelf.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Flo Rieder bereitete sich gestern nicht auf das Spiel der Wacker-Fohlen gegen Steyr vor, der 22-Jährige rutschte kurzfristig in den Kader der „Ersten“ und saß ab Mittag im Bus Richtung Kärnten. Was einen triftigen Grund hatte – die beleidigten Adduktoren von Zlatko Dedic bestanden den Fitnesstest nicht, daher musste der Wacker-Torjäger für das heutige Auswärtsspiel beim Wolfsberger AC absagen. „Er hat es versucht, aber die Schmerzen waren zu groß. Das macht keinen Sinn“, so Trainer Karl Daxbacher nach dem Vormittagstraining.

Das Pech von Dedic ist die Chance für Patrik Eler. Der 27-jährige Slowene, der nach einer enttäuschenden Saison beim französischen Zweitligisten AS Nancy im Sommer zum FC Wacker zurückkehrte, feiert in der Lavanttal-Arena sein Debüt in der FCW-Bundesliga-Startformation und ist heiß auf sein erstes Tor in der tipico Bundesliga. 24-mal traf Eler in der zweitklassigen Saison 2016/17, sicherte sich damit die Torjägerkrone in der Sky Go Erste Liga und bescherte den Schwarzgrünen bei seinem Wechsel nach Frankreich über 600.000 Euro Transfergewinn.

Die Tiroler sind heute bestrebt, dem bisher einzigen Sieg in acht Bundesliga-Duellen gegen Wolfsberg einen weiteren hinzuzufügen, sind sich der Schwierigkeit der Aufgabe aber bewusst. Für Daxbacher ist der WAC höher einzuschätzen als in der vergangenen Saison. Das Rezept für den FC Wacker kann nur lauten, aus einer gesicherten Defensive die sich ergebenden Räume in der Offensive zu nützen. „Ich glaube schon, dass wir zu Chancen kommen werden“, erwartet Daxbacher doch eher angreifende „Wölfe“, die für Konter anfällig sind. Und da sollte Eler ins Spiel kommen ...

Vor dem Aufsteiger aus dem Westen sind die Wolfsberger jedenfalls gewarnt. „Sie haben bei beiden Wiener Großclubs nur ganz knapp verloren. Die Gefahren, die Innsbruck hat, sind uns klar. Sie sind bei Standards sehr gefährlich und haben enorme Qualität im Konterspiel“, ist sich WAC-Coach Christian Ilzer nach dem Studium der beiden FCW-Auswärtsniederlagen bei der Austria und gegen Rapid bewusst, dass man nicht ins offene Messer laufen darf.

Von 2011 bis 2014 absolvierte Christopher Wernitznig 94 Bundesligaspiele im Wacker-Dress. Das Duell gegen seinen Ex-Klub muss der 28-Jährige allerdings von der Tribüne verfolgen, nachdem er sich im Training einen Außenbandriss im Sprunggelenk zuzog und vier Wochen pausieren muss.

Weil die Adduktoren nicht mitspielen, muss der FC Wacker heute in der Lavanttal-Arena auf Zlatko Dedic verzichten.
- gepa