Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 30.09.2018


Bundesliga

Dem FC Wacker fehlen in Mattersburg die besten Torjäger

Nach Zlatko Dedic und Dominik Baumgartner musste gestern auch Martin Harrer die Dienstreise nach Mattersburg absagen.

© gepaWeil Dominik Baumgartner (links) und Zlatko Dedic (r.) ausfallen, soll Patrik Eler für Wacker-Tore sorgen.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Unverhofft kommt oft, also saß gestern der 17-jährige Matthäus Taferner im Wacker-Bus. Denn nachdem sich Dominik Baumgartner und Zlatko Dedic schon mit Muskelfasereinrissen abmeldeten, musste gestern auch noch Martin Harrer für das heutige Auswärtsspiel beim SV Mattersburg absagen. Bitter für den FC Wacker, denn dieses Trio zeichnete bisher für acht der zehn erzielten Saisontore des Aufsteigers verantwortlich. Was die ohnehin schon schwierige Aufgabe im Pappel-Stadion nicht leichter macht. Denn die Burgenländer fanden nach dem Trainerwechsel – Klaus Schmidt ersetzte Gerald Baumgartner – wieder in die Spur und wollen sich gegen den Aufsteiger aus Tirol mit drei Punkten aus dem unteren Tabellen­drittel verabschieden.

Genau das haben auch die dezimierten Schwarzgrünen vor. Die Burgenland-Woche soll zur Trendwende werden. Am besten mit einem Dreier im Pappel-Stadion. Dass seine Mannschaft endlich ein Spiel ohne Gegentreffer übersteht, ist für Karl Daxbacher nicht mehr das Thema. „Weil wir das offensichtlich nicht schaffen, müssen wir eben mehr Tore schießen, als wir bekommen“, schmunzelt der Trainer. Was ohne seine drei besten Torjäger noch schwieriger wird. Weil jammern ohnehin nichts bringt, setzten die Tiroler auf Patrik Eler, der beim 3:1-Cupsieg in Neusiedl seinen ersten Pflichtspieltreffer in dieser Saison erzielte und natürlich heute gleich in der Liga nachlegen will. Aber auch Cheikhou Dieng, Daniele Gabriele oder die „Türme“ Matthias Maak, Stefan Meusburger sowie Christoph Freitag könnten sich bei Standards in die Torschützenliste eintragen.

„Wenn man über einen längeren Zeitraum immer brav mitspielt, aber mit wenigen Punkten dasteht, hat das einen Grund“, blickt Daxbacher auf die acht vergangenen Runden zurück und meint damit den Mix aus Unzulänglichkeiten in allen Formationen. „Das Quäntchen Glück, das mitunter auch fehlte, muss man sich mit dem Glauben an sich selbst verdienen“, hofft der FCW-Coach, dass das Erfolgserlebnis im Cup Selbstvertrauen für die Aufgabe gegen die Mattersburger vermittelte.

„Egal gegen wen, ein Sieg tut immer gut. Und jetzt heißt es, in der Meisterschaft gleich nachzulegen“, setzt auch FCW-Flügelflitzer Ilkay Durmus darauf, dass auch der zweite Ausflug ins Burgenland nicht zu leeren Kilometern verkommt.