Letztes Update am Mi, 03.10.2018 12:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball

Gericht wies Meineid-Anklage gegen Modric zurück

Laut lokalen Medien habe das Gericht die Anklage gegen den kroatischen Teamspieler abgewiesen, weil diese „verfrüht“ eingebracht worden ist.

© imagoLuka Modric dürfte weiterer juristischer Ärger in seiner Heimat erspart bleiben.



Zagreb – Die im vergangenen März erhobene Anklage gegen FIFA-Weltfußballer Luka Modric wegen einer mutmaßlichen Falschaussage ist laut Auskunft des Amtsgerichts in Zagreb vom Mittwoch an die Agentur Reuters zurückgewiesen worden. Eine Begründung des Urteils wurde allerdings nicht bekanntgegeben.

Der kroatische Internationale war beschuldigt worden, im Zuge des Korruptionsprozesses gegen den Fußball-Funktionär Zdravko Mamic falsche Angaben gemacht zu haben. Modric hatte die Vorwürfe des Meineids von sich gewiesen. Laut lokalen Medien habe das Gericht die Anklage abgewiesen, weil diese „verfrüht“ eingebracht worden ist. Der Staatsanwalt kann gegen diese Entscheidung aber noch Berufung einlegen.

Erst Mitte September war auch der bei Liverpool spielende Vizeweltmeister Dejan Lovren wegen Falschaussage angeklagt worden. Er habe im Korruptionsprozess um Mamic gelogen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch und erhob Anklage beim Landgericht der im Osten gelegenen Stadt Osijek.

Das Gericht in Osijek hatte den langjährigen Vereinspräsidenten von Dinamo Zagreb im Juni zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Sein mitangeklagter Bruder Zoran wurde zu vier Jahren und elf Monaten verurteilt. Das Brüderpaar habe bei zahlreichen Spielertransfers insgesamt 128 Millionen Kuna (ca. 17,2 Mio. Euro) veruntreut, begründete das Gericht seinen Schuldspruch. Zdravko Mamic hatte sich dem Strafantritt durch die Flucht nach Bosnien-Herzegowina entzogen. Er wird nicht ausgeliefert, weil er auch einen Pass des Nachbarlandes besitzt. (APA)