Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 09.10.2018


Bundesliga

Maranda und Hupfauf: Zwei Hungrige mit Lust auf mehr

Staubtrocken verteidigten Lukas Hupfauf und Manuel Maranda gegen den LASK. Über zu wenig Arbeit konnte sich das Duo besonders in Durchgang eins nicht beklagen.

© gepaManuel Maranda lieferte bei seinem Bundesliga-Debüt für den FC Wacker eine tadellose Leistung ab.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Beim so wichtigen 1:0-Heimerfolg gegen den LASK überstand der FC Wacker zum ersten Mal in dieser Saison ein Ligaspiel ohne Gegentreffer. „Das war auch der Schlüssel zum Sieg“, freute sich Trainer Karl Daxbacher und sah seinen Matchplan bestätigt: „Man hat gesehen, dass man im Fußball als unterlegene Mannschaft durchaus gewinnen kann.“ Dazu bedarf es einer soliden Defensivleistung, und die lieferte der FC Wacker im Tivoli ab.

Mittendrin in zentraler Position standen zwei junge Wacker-Profis ihren Mann. Staubtrocken stellten sich Manuel Maranda und Lukas Hupf­auf im Verbund mit Abwehrchef Matthias Maak dem Ansturm des LASK entgegen. „Viel Zeit zum Nachdenken blieb vor allem in der ersten Halbzeit ohnehin nicht, weil es kaum Entspannung gab“, blickten die beiden am Tag danach auf einen intensiven Sonntagnachmittag zurück.

Der 21-jährige Maranda wurde nach den Ausfällen von Stefan Meusburger und Dominik Baumgartner von der „Zweiermannschaft“ in den Profikader berufen und feierte gleich sein Debüt. „Wenn man die Chance bekommt, muss man bereit sein“, erklärte der Niederösterreicher nach seinem ersten Bundesligaspiel für den FC Wacker. Im Sommer kam er von der Admira, für die er immerhin schon 21 Ligaeinsätze zu Buche stehen hatte, nach Innsbruck. „Mein Vertrag lief aus und beim FC Wacker sah ich eine Chance, mich über die zweite Mannschaft zu empfehlen.“ Weiter gute Leistungen in der zweiten Liga abrufen und wenn möglich auch „oben“ Einsatzminuten sammeln ist das Ziel. Im Hinterkopf bleibt ein Engagement im Ausland verankert.

Das Arbeitsgebiet von Lukas Hupfauf auf dem Fußballfeld ist eigentlich die Seite. Gegen den LASK verteidigte der 22-Jährige in der Zentrale und ließ nichts anbrennen. Beim SV Matrei begann er seine Karriere, dann landete er nach Akademieausbildung 2014 beim FC Wacker. Bis 2020 plus Option läuft Hupfaufs Vertrag noch. Sein Lieblingsklub ist Real. „Vielleicht sind sie schon zu satt“, erklärt er sich die momentane Torflaute „seiner“ Königlichen. Ein Problem, das ihn selbst überhaupt nicht beschäftigt. Im Gegenteil – der Heißhunger auf weitere Einsatzminuten ist groß.