Letztes Update am Mo, 08.10.2018 16:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nationalteam

Sabitzer und Burgstaller kamen mit Selbstvertrauen zum Team

Die beiden Deutschland-Profis verbuchten zuletzt mit ihren Klubs Leipzig bzw. Schalke Siege und erzielten die ersten Saisontore.

© APAKommt immer besser auf Touren: Marcel Sabitzer.



Bad Waltersdorf – Marcel Sabitzer und Guido Burgstaller sind am Montag mit einer großen Portion Selbstvertrauen im Camp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in Bad Waltersdorf eingetroffen. Die beiden Deutschland-Legionäre befinden sich mit ihren Clubs im Aufwind und erzielten am Wochenende ihre ersten Saisontore.

Schalke-Profi Burgstaller traf beim 2:0-Auswärtssieg gegen Fortuna Düsseldorf, Leipzig-Offensivspieler Sabitzer steuerte zum 6:0-Kantersieg über den 1. FC Nürnberg sogar einen Doppelpack bei. Dieses persönliche Erfolgserlebnis begründete der Steirer mit seiner guten körperlichen Verfassung. „Ich fühle mich besser als vor einem Monat, bin jetzt bei 100 Prozent“, meinte Sabitzer.

Beim vergangenen Lehrgang hatte Österreichs Fußballer des Jahres 2017 noch mit den Nachwirkungen einer monatelangen Verletzungspause zu kämpfen gehabt. „Jetzt bin ich wieder besser im Rhythmus. In den letzten drei, vier Spielen hatte ich wieder ein Gefühl wie in alten Zeiten.“

Sabitzer mit Leipzig im Aufwind

Genauso wie mit Sabitzer ging es in den vergangenen Wochen auch mit RB Leipzig bergauf - die jüngsten vier Pflichtspiele wurden allesamt gewonnen. „Wir sind jetzt wieder gefestigt“, konstatierte der 24-Jährige.

Sein Club liegt in der deutschen Bundesliga nach sieben Runden drei Punkte hinter Dortmund auf Rang zwei. „Aber wir sitzen nicht jeden Tag in der Kabine und rechnen uns aus, dass wir Erster werden können. Wir wollen einfach nur Punkte sammeln, und wenn es am Schluss zu einem Platz zwischen eins und sechs reicht, sind wir zufrieden“, betonte Sabitzer.

„Wäre an der Zeit durchzustarten“

Vorerst gilt die Konzentration ohnehin der ÖFB-Auswahl, bei der es für ihn persönlich noch nicht so richtig geklappt hat. „Es wäre an der Zeit, durchzustarten“, sagte Sabitzer. Er wolle sich als Führungsspieler im Nationalteam etablieren. „Aber dafür muss ich Leistung zeigen.“

Noch ist offen, ob der Ex-Salzburger die Gelegenheit dazu bekommt - zuletzt begann er gegen Schweden und Bosnien-Herzegowina auf der Ersatzbank. Sollte er trotzdem zum Einsatz kommen, ist Sabitzer gegen Nordirland auf ein kampfbetontes Match eingestellt. „Da geht es um zweite Bälle und Zweikämpfe, nicht um ein schönes Spiel.“ Selbst ein „ekliger Sieg“ würde den 31-fachen Internationalen (5 Tore) zufriedenstellen.

„Müssen den Kampf annehmen“

Auch Burgstaller nahm im Zusammenhang mit der Partie gegen Nordirland das Wort „eklig“ in den Mund. „Sie werden alles reinwerfen. Das ist eine Mentalitätsmannschaft, die voll fighten wird. Wir müssen diesen Kampf annehmen“, sagte der Kärntner.

So wie die Briten steht auch Österreich in der Nations League noch ohne Punkt da, während Bosnien-Herzegowina die Tabelle bei einem Match mehr mit sechs Punkten anführt. „Dass wir jetzt unter Druck sind, ist klar, dass wir gewinnen wollen, auch. Aber Nordirland wird eine harte Nuss“, vermutete Burgstaller. (APA)