Letztes Update am Do, 25.10.2018 16:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa League

Salzburg blickt Richtung Achtelfinale, Rapid sucht ein Erfolgserlebnis

Mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen gehen heute Salzburg (zuhause gegen Trondheim) und Rapid (bei Villarreal) in den Europa-League-Spieltag.

Nach dem 1:1 gegen den FC Wacker setzen Freddie Gulbrandsen und Salzburg in der Europa League gegen Trondheim zu neuen Höhenflügen an.

© APANach dem 1:1 gegen den FC Wacker setzen Freddie Gulbrandsen und Salzburg in der Europa League gegen Trondheim zu neuen Höhenflügen an.



Innsbruck – Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg musste sich nach zehn Bundesliga-Siegen in Serie zuletzt über ein 1:1-Remis gegen den FC Wacker Innsbruck ein wenig ärgern. Da wirkte bei einigen noch die Länderspielreise nach. Über 50 Heimspiele (genau seit 3. Dezember 2016) sind die Bullen, die in der Europa League einige Rekorde halten, daheim ungeschlagen – inklusive des internationalen Geschäfts. Zudem muss Sportchef Christoph Freund immer wieder Fragen beantworten, wann heiße Aktien wie Amadou Haidara (Leipzig?) und Co. gewinnbringend verkauft werden. Nach zwei Siegen zum Start der Gruppenphase hängt der Himmel in der Mozartstadt vor dem heutigen Auftritt gegen Rosenborg Trondheim voller Geigen.

Das kann man von Rapid Wien wirklich nicht behaupten. Nach der 0:3-Niederlage in Hartberg sprachen einige sogar davon, dass dem Rekordmeister die „DNA“ verlorengegangen sei. Natürlich zählte Legende Hans Krankl zu jenen, die den Finger in die offene Wunde hielten. Und dass die Trainer – seit kurzer Zeit Didi Kühbauer – mehr an einer unglücklichen Personalpolitik der Führung, die zuweilen von den Fans „gesteuert“ scheint, scheitern, wird des Öfteren moniert.

Mit norwegischen Teams – Rosenborg war zwischen 1995 und 2007 elfmal in der Gruppenphase der Champions League vertreten – hat Salzburg bislang noch keine Erfahrungen gesammelt. Die „DNA“ der Bullen ist im Gegensatz zu Rapid in jedem Spiel ersichtlich. Weswegen sich auch die Gäste nach den Hausherren richten müssen. Dass mit Nicklas Bendtner ein dänischer „Bad Boy“ kommt, der schon bei Arsenal oder Juve kickte, weist die Klasse des 25-fachen norwegischen Meisters aus. Deswegen beurteilt Salzburg-Coach Marco Rose den Gegner auch nicht nach seiner Punktelosigkeit: „Fußball funktioniert ein bisschen anders: Rosenborg ist eine Mannschaft mit Qualität, die im Moment vielleicht ein bisschen Probleme hat, aber genau das kann sie gefährlich machen. Sie werden alles probieren, um uns in die Knie zu zwingen.“

Rapid muss alles probieren, um wieder aufzustehen. Vielleicht baut das internationale Geschäft ja wieder auf. Kühbauer freut sich auf den heißen Tanz in Villarreal: „Ich hoffe, dass ich das nach dem Match auch noch sage.“ Möglich, dass der einstige Sociedad-Legionär auf drei Innenverteidiger setzt. Es wird so oder so ein Kraftakt. (lex)

Europa League, 3. Spieltag

Gruppe A, 18.55 Uhr: Larnaka – Rasgrad, Zürich – Leverkusen

Gruppe B, 18.55 Uhr: FC Salzburg – Rosenborg Trondheim (live DAZN), RB Leipzig – Celtic Glasgow

Gruppe C, 18.55 Uhr: Kopenhagen – Slavia Prag, St. Petersburg – Bordeaux

Gruppe D, 18.55 Uhr: Trnava – Dinamo Zagreb, Anderlecht – Fenerbahce

Gruppe E, 18.55 Uhr: Sporting Lissabon – Arsenal, Karabach – Poltawa

Gruppe F, 18.55 Uhr: Düdelingen – Olympiakos, AC Milan – Betis

Gruppe G, 21.00 Uhr: Villarreal – Rapid Wien (live Puls4), Glasgow Rangers – Spartak Moskau

Gruppe H, 21.00 Uhr: Olympique Marseille – Lazio, Eintracht Frankfurt – Apoel Limassol

Gruppe I, 21.00 Uhr: Besiktas Istanbul – Genk, Sarpsborg – Malmö

Gruppe J, 21.00 Uhr: Sevilla – Akhisar, Standard Lüttich – Krasnodar

Gruppe K, 21.00 Uhr: Rennes – Dynamo Kiew, Jablonec – Astana

Gruppe L, 21.00 Uhr: PAOK Saloniki – Videoton, FC Chelsea – BATE Borisow