Letztes Update am Do, 01.11.2018 20:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Die WSG Wattens denkt nicht nur an die Winterkrone

Bei der WSG Wattens herrscht vor dem Zweitliga-Herbstfinale und dem Heimspiel gegen den FC Liefering (Freitag, 19.10 Uhr) beste Stimmung.

© gepaDie WSG Wattens will sich in den letzten drei Runden der Herbstsaison die Winterkrone sichern.



Von Alex Gruber

Wattens – Die WSG ist seit der zweiten Runde (1:2 in Ried am 5. August) über zehn Spiele ungeschlagen und als Tabellenführer der 2. Liga am besten Weg Richtung Bundesliga. Und dennoch ist es erstaunlich leise. „Stell’ dir vor, Wattens steigt auf und keiner registriert das im heiligen Land“, flachst Coach Thommy Silberberger (Bild): „Ich kann mit unserer Rolle gut umgehen. Wir arbeiten in Ruhe, für das ist Wattens bekannt.“

Drei Runden – nach dem Liefering-Heimspiel geht’s noch nach Lustenau und zum Abschluss kommt Horn – fehlen noch zur Winterkrone, die sich Silberberger mit einem Punktepolster sichern will: „Die Winterkrone ist ein absolut lohnendes Ziel, weil es alles einfacher macht und der Druck sich anderswohin verlagert.“ Es wurden schon Stimmen laut, dass Titelkonkurrent BW Linz (zwei Punkte Rückstand) nicht lizenzieren will, das nächste Team (Ried) liegt drei Zähler zurück.

In Wattens „gibt es kein anderes Thema als die Lizenz“: „Sonst hätten wir im Sommer auch nicht so einen Kader hingestellt.“ Der „Mentalitätswandel“ scheint mit vielen arrivierten Kräften geglückt, wenngleich zwei Neue (Ione Cabrera und Clemens Walch) auch ihre Verletzungshistorie bestätigen. „Wir haben um ein gewisses Risiko an gewissen Stellen gewusst. Aber Cabrera hat bei seinen Einsätzen bewiesen, dass er der wahrscheinlich beste Innenverteidiger der Liga ist. Und Walch werden wir im Winter als Transferbombe begrüßen.“

Während der FC Wacker um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpft, schielt Wattens nach oben. Viele Szenarien, wie es in der kommenden Saison weitergehen könnte, sind möglich: „Für Wacker wäre es natürlich der Worst Case, wenn sie absteigen und wir aufsteigen. Ganz Tirol hat in den letzten zwei Jahren gemerkt, dass es noch einen Klub gibt, der mit beschränkten Mitteln sehr gut arbeitet.“

Bei einem Aufstieg bräuchte die WSG ein ligataugliches Dach über dem Kopf, welches das Gernot-Langes-Stadion (noch) nicht bieten kann: „Diese Stadionfrage ist berechtigt und wird sich auch stellen, wenn wir heuer noch nicht Meister werden. Wir werden mit Sicherheit adaptieren müssen und ein Problem mit der Zeitspanne bekommen. Ich gehe davon aus, dass wir das erste Halbjahr – sofern wir den Aufstieg schaffen – im Tivoli spielen müssten.“

Fix ist, dass die Anzahl der Profis (derzeit 22) für den Lizenz-Antrag bis Anfang März auf 25 aufgestockt werden muss. „Das ist ein Formalakt. Wir schauen uns das in aller Ruhe an“, notiert WSG-Sportmanager Stefan Köck und spielt bereits sinnvolle Möglichkeiten durch: „Die Tabellenführung macht uns attraktiver.“




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