Letztes Update am Mo, 05.11.2018 08:38

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Die defensive Stabilität passt, jetzt sucht Wacker offensive Kreativität

Nach den vier ungeschlagenen Partien gegen Spitzenteams kommen jetzt für den FC Wacker jene Spiele, in denen ein Remis kein gewonnener Punkt mehr ist. Die Serie beginnt am Samstag im Tivoli gegen Altach.

© gepaDie Kompromisslosigkeit in der Defensive von Matthias Maak, Albert Vallci und Co. ging beim FC Wacker zuletzt auf Kosten der Offensiv-Power.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Während beim aktuellen Vizemeister Sturm Graz Spieler, Fans, Funktionäre und erst recht Trainer Heiko Vogel nach dem 1:1 die Fußball-Welt nicht mehr verstanden, reiste der FC Wacker mit einem Punkt im Gepäck zufrieden ins Land der Berge zurück. Mit Blick auf die Tabelle hielt sich die Euphorie bei den Schwarzgrünen nach sechs Punkten gegen den LASK, Salzburg, die Austria und zuletzt bei Sturm dennoch in Grenzen. „Dieses Remis wissen wir richtig einzuordnen“, sagte FCW-Trainer Karl Daxbacher nach Spielschluss und meinte damit, dass die nächsten Spiele entscheiden werden, wohin die Reise des Aufsteigers geht.

„Mit dieser Willensleistung und Kompaktheit müssen wir in den nächsten Spielen auch entsprechend punkten“, ortete Ali Hörtnagl eine Stabilität, die das Selbstvertrauen stärken und die Brust bei allen breiter machen sollte, um damit auch die zuletzt notgedrungen vernachlässigte Offensive aufzuwerten. „Aber Grundlage muss die defensive Stabilität bleiben“, so Hörtnagl.

„Unentschieden in Salzburg und auch in Graz sind für mich gewonnene Punkte, auch wenn sie uns in der Tabelle nicht unbedingt weiterhelfen“, verbucht Zlatko Dedic das 1:1 in Graz als Motivationsschub. Der Torschütze gegen Sturm warnte aber auch gleich vor Übermut: „Nur nicht glauben, dass die nächsten Spiele einfacher werden. Im Gegenteil. Wir müssen noch konzentrierter sein und Fehlerquellen minimieren.“ Dass er zusammen mit Angriffspartner Cheikhou Dieng keinen leichten Stand hatte, sieht der 34-jährige Slowene realistisch: „Wenn es der Mannschaft nützt, waren die vielen Laufwege keine leeren Kilometer.“ Die Frage, ob man bis zur Winterpause doch etwas offensiver agieren sollte, gibt der Torjäger gleich weiter: „Das wird der Trainer entscheiden.“

Saisonfinale FC Wacker Innsbruck

10. November: SCR Altach (H)

25. November: SKN St. Pölten (A)

01. Dezember: SK Rapid Wien (H)

09. Dezember: TSV Hartberg (A)

15. Dezember: Wolfsberger AC (H)

Frühjahrsstart: 23. Februar - Admira Wacker (A)

Als ehemaliger Austria-Kicker und Trainer ist Daxbacher das destruktive Betonieren ohnehin ein Dorn im Auge. „In der Lage, in der wir uns befanden, war es halt ein Mittel zum Zweck, und wir sind auch ganz gut damit gefahren“, weiß der FCW-Coach, dass man die zuletzt gezeigte Stabilität im hinteren Bereich nach vorne verlagern muss. Auch nach den Rückständen in Salzburg und Graz wurde die Umstellung auf eine offensivere Spielweise noch belohnt.