Letztes Update am Do, 08.11.2018 11:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Einer wie Altach-Flügel Gebauer läuft in jedem System

Der FC Wacker Innsbruck hat am Samstag (17.00 Uhr/TT.com-Live-Ticker) zuhause den SCR Altach vor der Brust. Und es lassen sich Parallelen erkennen.

© gepaChristian Gebauer sorgt auf dem Altacher Flügel für Hochbetrieb.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Der FC Wacker Innsbruck ließ zuletzt im defensiven 5-3-2-Mantel das Rollo vor dem eigenen Strafraum herunter. Sechs Punkte gegen durchwegs Große (LASK, Salzburg, Austria, Sturm), das Prädikat „ungeschlagen“ und nur zwei Gegentreffer lieferten das passende Resultat. Kreativspieler wie Stefan Rakowitz (453 Einsatzminuten) oder Ilkay Durmus (574), die im offensiven Eins-gegen-Eins auf der Außenbahn ihre Stärken haben, bezahlten den Preis. „Für offensive Außenspieler ist dieses System schwierig“, nickt Wacker-Coach Karl Daxbacher, der den kollektiven Erfolg an die erste Stelle stellt: „Ich würde am liebsten mit zehn Offensiven und einem Defensiven, das ist der Goalie, spielen. Aber so wie es ausschaut, geht es für uns um den Klassenerhalt“, ergänzt Daxbacher, ehe er die zuletzt steigende Aktie des SCR Altac­h beäugt: „Sie haben gegen Rapid sehr gut ausgeschaut und spielen im Moment dasselbe System wie wir.“

Beim 2:1-Sieg des FC Wacker im ersten Treffen liefen die Vorarlberger noch im 4-3-3-Korsett auf, wirbelte der Tiroler Christian Gebauer an der Seite der derzeit verletzten Speerspitze Hannes Aigner, ehe er wieder den Weg auf die rechte Außenbahn fand: „Man muss offensiv wie defensiv denken. Am Anfang habe ich mich schwergetan, aber jetzt bin ich drin“, diktiert Gebauer, der in seinen vergangenen Tagen sowohl die Position des Rechtsverteidigers wie offensiven Flügels schon kennen gelernt hat. Auch daraus könnte sich ein Vorteil ergeben. Fakt ist, dass der 24-jährige Naviser mit 1098 Einsatzminuten im Herbst Altachs klare Nummer eins ist und mehr am Feld stand als Rakowitz und Durmus gemeinsam. Einer wie Gebauer läuft mit seinem Highspeed in jedem System.

Dass es auch am Samstag im Tivoli nicht um Einzelschicksale geht, liegt auf der Hand. Zu nah ist der Tabellenkeller, es wird ein „Sechs-Punkte-Match“, wie Gebauer meint. Damit dürfte Tirols Altach-Export auf einer Wellenlänge mit Daxbacher liegen. Und der Mut zu taktischen und personellen Veränderungen geht ja nur mit dem Glauben an ein gutes Ergebnis einher.