Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.11.2018


Bundesliga

Wiedersehen nur auf Tivoli-Tribüne: Augennerv bremst Aigner aus

An Fußballspielen ist bei Altach-Stürmer Hannes Aigner vorerst nicht zu denken. Der Weerberger kehrt wohl erst im Frühjahr auf den Bundesliga-Rasen zurück.

© gepaIn der Saison 2004/05 jubelte Hannes Aigner (rechts) mit Torjäger Sammy Koejoe im Wacker-Dress.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Von 2002 bis 2006 stellte Hannes Aigner im Wacker-Dress die Weichen für seine Fußballkarriere, die über Innsbruck, die Wiener Austria, Wr. Neustadt und den LASK nach Altach führte. Seit 2012 liefert der Weerberger für die Vorarlberger verlässlich seine Tore ab. Auf die morgige Partie im Tivoli­stadion hatte sich der 37-Jährige besonders gefreut, doch das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub kann er nur von der Tribüne aus verfolgen. Ein lädierter Augennerv macht Aigner zu schaffen: „So geht es mir recht gut, nur Fußball spielen geht in diesem Jahr nicht mehr.“ Womit er sich eine Konfrontation mit dem schwarzgrünen Fünfer-Riegel erspart.

Beim Trainingsbeginn im Jänner wird sich weisen, ob der Torjäger seine Karriere fortsetzen kann. Bis dorthin kann er seinen Kollegen nur als Daumendrücker dienen. „In dieser Liga liegt alles eng beisammen. Für beide Mannschaften geht es im Tivolistadion um sehr viel. Eigentlich zählt für Altach, aber auch für den FC Wacker nur ein Sieg“, weiß Aigner mit Blick auf die Tabelle der tipico-Bundesliga um die Brisanz des morgigen Westderbys.

Im Lager der Tiroler, die seit vier Ligaspielen ungeschlagen sind, entspannte sich die Personalsituation. Daniele Gabriel­e und Dominik Baumgartner meldeten sich wieder fit zurück. Roma­n Kerschbaum wird mit Sprunggelenks­problemen weiter pausieren müssen.

Karl Daxbacher ist die eigene Serie als Moral­injektion recht, der FCW-Coach verweist als Warnung auf die letzten Ergebnisse der Altacher: „Die sind immerhin seit fünf Runden ungeschlagen. Heißt, wir müssen auf der Hut sein.“ Personell wird sich beim FC Wacker nicht viel ändern, am System auch nicht: „Wir sind mit der Fünfer-Abwehrkette zuletzt gut gefahren. Deshalb werden wir auch am Samstag aus einer gesicherten Defensive agieren.“