Letztes Update am Sa, 10.11.2018 09:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Wacker hat gegen Tabellennachbar Altach drei Punkte im Visier

Wenn der FC Wacker und Altach heute ab 17 Uhr im Tivolistadion die Fußball-Klingen kreuzen, zählt für beide Klubs nur eines: „Ein Sieg ist Pflicht.“

© gepaIm heutigen Westderby werden über 5000 Zuschauer im Tivolistadion erwartet.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Der FC Wacker ist seit vier Ligaspielen ungeschlagen, Altach seit fünf. Was ein spannungsgeladenes Westderby verspricht. Weil beide Klubs trotz der beachtlichen Serien in der Tabelle nur einen Punkt getrennt die Plätze zehn und elf belegen, steht heute ab 17 Uhr im Nachzügler-Duell viel auf dem Spiel. „Ein Sieg muss her, drei Punkte sind Pflicht“, lautet der Tenor in beiden Lagern. Wohlwissend, dass mit einem Erfolgserlebnis die Liga-Weichen neu gestellt werden können.

Die drei Remis gegen Salzburg, die Austria und Sturm waren für die Schwarzgrünen zwar gut für das Selbstvertrauen, aber an der tristen Tabellensituation änderte sich nichts. „In der neuen Liga sind wir nie Favorit. Altach hat dieselbe Bilanz wie wir, sie haben einen Sieg mehr in den letzten fünf Spielen und auch andere Ansprüche als wir. Die Ausgangslage ist gleich, sie spielen auch ein ähnliches System wie wir“, blickt Wacker-Trainer Karl Daxbacher einem auf Defensive bedachten Schlagabtausch entgegen. Auch sein Gegenüber Werner Grabherr wollte von einer Favoritenrolle nichts wissen: „Wacker Innsbruck ist ein Aufsteiger, hat die letzten vier Runden gegen Sturm, Salzburg, Austria und den LASK trotzdem unbeschadet überstanden. Das Spiel wird auf Augenhöhe sein, es gibt keinen Favoriten.“ Rund 500 Gäste-Fans werden erwartet. Für die Altacher ist das Derby eine Art „Heimkommen“, denn während des Umbaus der Cashpoint-Arena wurde das Europa-League-Qualifikationsspiel im Tivoli ausgetragen.

Das erste Saisonduell entschieden die Tiroler im Ländle dank Treffern von Zlatko Dedic und Martin Harrer mit 2:1 für sich. Die Vorarlberger brennen daher auf Revanche. „Wir wollen das Feuer aus der zweiten Hälfte gegen Rapid mitnehmen und werden alles in die Partie werfen, um drei Punkte einzufahren“, so Grabherr. Womit ein Ex-Altacher nichts anfangen kann. „Es wird ein Kraftakt werden. Aber wir haben letzte Saison alle Derbys gegen Wattens und auch das erste Westderby in Altach gewonnen. Diese Serie wollen wir fortsetzen“, erklärte Harrer selbstbewusst. Der Steirer, der 42 Bundesligaspiele im Altach-Dress absolvierte, muss heute im Dreier-Mittelfeld des FC Wacker wieder in gewohnter Manier gnadenlos abräumen.

Im Kader der Innsbrucker meldeten sich Dominik Baumgartner und Daniele Gabriele fit zurück. Roman Kerschbaum ist erst nach der Länderspielpause wieder ein Thema. Für Altach schaut es personell deutlich schlechter aus. Auf Philipp Netzer, Hannes Aigner, Benedikt Zech, Jan Zwischenbrugger, Louis Ngwat-Mahop und Emanuel Schreiner muss Grabherr allesamt verzichten. Für die Gäste spricht, dass sie in der Bundesliga im Tivoli in vier Partien noch nie verloren haben.

Was sich ändern soll. „Wir müssen voll konzentriert sein. Wer glaubt, dass es gegen Alt­ach einfacher wird als gegen Salzburg, Sturm oder die Austria, täuscht sich“, warnte Torjäger Dedic. Sein Trainer hat den Matchplan schon parat: „Es soll so laufen wie gegen den LASK, mit einem 1:0-Sieg für uns.“