Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.11.2018


2. Liga

Wacker Amateure haben Lustenau vor der Brust und bangen um Bacher

Im letzten Match gegen Lustenau wollen die Wacker-Fohlen heute (19.10 Uhr) das Punktekonto auffetten. Die Sorgen um Felix Bacher sind allgegenwärtig.

© gepaWill die Wacker-Fohlen heute zu einem Sieg gegen Lustenau dirigieren.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Das Tagesgeschäft im österreichischen Zweitliga-Fußball ruft die junge Wacker-Garde heute im Tivoli in der letzten Herbstrunde gegen Austria Lustenau auf den Plan. Und wer Coach Thommy Grumser kennt, weiß, dass die Vorbereitung auf Toptorjäger Ronivaldo und Co. wie immer äußerst akribisch verlief.

Im Hinterkopf lassen sich freilich die Gedanken an den folgenschweren Zusammenprall, den Felix Bacher (18) beim Auswärtsspiel beim FC Liefering erlitt, nicht ausblenden. Die schwarzgrüne Zukunftsaktie liegt nach einem Schädelbruch und Sehstörungen immer noch mit Schmerzen zuhause. Und an dieser Stelle machen die Gedanken um den Fußball auch bei Grumser eine ganz große Pause. „Wenn ich mir was wünschen darf, dann ist es Gesundheit für Felix.“

Die Causa um Bacher – Grumser: „Es ist eine schwierige Situation, wir sind nur Menschen“ – wurde in der Kabine mit der Mannschaft thematisiert, ein Stück weit läuft man heute auch für den Kollegen auf den Rasen. Im Wissen, dass man aus taktischer Hinsicht beim schnellen Umschaltspiel der Austria aus dem Ländle auf der Hut sein muss. „Für mich stellen sie eines der Topteams der Liga“, warnt Grumser, der seine Mannschaft nach den leidigen Heimremis gegen Horn und die Young Violets vier bis sechs Punkte hinter den Möglichkeiten sieht: „Die Leistungen waren im Herbst großteils sehr in Ordnung und besser, als viele erwartet haben.“

Dass ganz vorne ein Knipser fehlt, ist ja nichts Neues. Dass ein Torjäger (der würde auch kosten) in der Winterpause im Kader landet, scheint angesichts der durchaus angespannten finanziellen Lage auch unwahrscheinlich. „Wir wollen die Saison so professionell wie möglich bestreiten“, streckt sich Grumser auch ohne die Aussicht auf ein Wintertrainingslager nach der Decke. In der Hinterhand glaubt er mit Ertugrul Yildirim, der nach Verletzungspausen eine athletische Sonderbehandlung erhielt, einen Spieler zu halten, der im Frühjahr dann helfen kann: „Ich sehe ihn wie einen Neuzugang, der neue Elemente einbringen kann.“

Im engen Zweitliga-Feld der zweiten Tabellenhälfte wäre ein Punktezuwachs heute wünschenswert. Mit positiven Gedanken für Felix Bacher.