Letztes Update am Mi, 28.11.2018 11:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa League

Keine Stallorder: Red-Bull-Duell dennoch mit Beigeschmack

Mit einem Sieg in Salzburg könnte Leipzig einen großen Schritt in Richtung K.o.-Phase der Europa League machen. Der Aufschrei der Konkurrenz wäre gewiss. Auch wenn beide Vereine betonen, nichts mehr miteinander zu tun zu haben.

Am 20. September sorgte Salzburg mit einem 3:2-Sieg in Leipzig für einen Paukenschlag.

© gepaAm 20. September sorgte Salzburg mit einem 3:2-Sieg in Leipzig für einen Paukenschlag.



Leipzig – RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat vor dem pikanten Duell des deutschen Bundesligisten beim FC Red Bull Salzburg eine „Stallorder“ als „Nonsens“ bezeichnet. Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz mische sich nullkommanull ins operative Geschäft ein und auch er habe keinen Einfluss auf Salzburg, betonte Mintzlaff in einem Interview des Sportbuzzer (Mittwoch).

„Salzburg und Leipzig haben eine gemeinsame Vergangenheit, aber weder eine gemeinsame Gegenwart noch Zukunft“, betonte der 43 Jahre alte Mintzlaff, der einst als „Head of Global Soccer“ verantwortlich für die weltweiten Fußball-Geschäfte von Red Bull war. Zudem fungierte Leipzigs aktueller Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick von Mitte 2012 bis Mitte 2015 als Sportdirektor auch in Salzburg. Dort ist Red Bull mittlerweile „nur“ noch der Hauptsponsor, in Leipzig der Besitzer.

Besonderes Spiel für alle Beteiligten

„Gar nichts“, sei schlimm an dem Duell der beiden Clubs an diesem Donnerstag (18.55 Uhr DAZN und Puls4), betonte Mintzlaff. „Ich will aber auch nicht wegdiskutieren, dass es ein besonderes Spiel ist. Die Entstehungsgeschichte ist bekannt, beide Clubs waren ein paar Jahre nicht nur über den gemeinsamen Sportdirektor Ralf Rangnick miteinander verbunden und zudem spielen bei uns einige ehemalige Salzburger“, erklärte er. Über ein Dutzend Profis wurden bisher von Salzburg nach Leipzig transferiert.

Gerade deshalb dürfte bei einem Sieg der Leipziger in Salzburg der Aufschrei der Konkurrenten in der Gruppe und der Europa League groß sein. Bereits bei der Gruppen-Auslosung wurden kritsche Stimmen laut. Wohl genau wegen solcher Aufstiegsszenarien in der entscheidenden Phase.

Im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde reicht den Salzburgern ein Remis. Das Hinspiel gewann Österreichs Serienmeister 3:2 und führt die Gruppe B nach vier Siegen in vier Spielen mit zwölf Zählern an. Die Deutschen belegen den zweiten Platz mit sechs Punkten und damit ebenso vielen wie Celtic Glasgow. Die Schotten empfangen am Donnerstag Rosenborg und am letzten Gruppenspieltag die Salzburger. Spätestens dann könnte Leipzig auf direkte Hilfe vom Schwesternverein angewiesen sein ... (TT.com,dpa)