Letztes Update am Mo, 03.12.2018 09:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Bei den Rapid-Fans ging der Rauch auf, aber nicht mehr

Der Ansturm der Rapid-Anhänger sorgte Sonntagmittag für keine groben Probleme. Im Tivoli-Stadion folgte vor toller Kulisse ein Fußballfest - mit dem besseren Ende für die Wiener (1:0).

© LutzNach der Ankunft am Innsbrucker Hauptbahnhof wurden Fangesänge angestimmt sowie bengalisches Feuer und Rauchbomben von den Rapid-Fans gezündet.



Von Manuel Lutz

Innsbruck — Mit einem Sonderzug kamen am Sonntag um 12.40 Uhr rund 500 Rapid-Fans am Innsbrucker Hauptbahnhof an. Damit waren es sogar mehr als beim Heimspiel gegen Sturm Graz im August. Die Tatsache, dass bereits im Vorfeld andere Anhänger der Hütteldorfer auf den restlichen Fan-Tross der Grün-Weißen warteten, stellte für die Verantwortlichen keine Probleme dar. Auch wenn es in den vergangenen Jahren zu keinem ähnlich hohen Ansturm kam, war dieser sowohl für die Polizei als auch für die Mitarbeiter der ÖBB eine „Routinetätigkeit".

Die Polizei hatte alles unter Kontrolle und führte die geschätzten 500 Anhänger über das Bierstindl ins Stadion.
- Hagleitner

Bei der Ankunft verlief dabei alles friedlich, die Rapid-Ultras skandierten Sprechchöre und zündeten bengalische Feuer und Rauchbomben, zu weiteren Zwischenfällen kam es aber nicht. Die Wacker-Schlachtenbummler glänzten indes mit ihrer Abwesenheit und vermieden damit Anfeindungen.

Die Polizei leitete den Fanmarsch in die Leopoldstraße. Von dort ging es über das Bierstindl in Richtung Wiesengasse und anschließend in das Tivolistadion. Mit über 1000 Zuschauern war der Gästesektor voll wie seit Langem nicht mehr.

Das erhöhte Aufgebot an Sicherheitskräften macht sich natürlich auch finanziell bemerkbar (geschätzt 20—30.000 €). Max Laimer, Sicherheitsbeauftragter des FC Wacker, gab zur Protokoll: „Es war ein Risikospiel. Die Mehrkosten spüren wir schon. Vor dem Spiel bekommen wir einen Sicherheitsbescheid, der vorschreibt, wie viele Polizisten es braucht. Wenn der Fansektor leer ist, brauchen wir natürlich weniger." Dennoch ist klar: „Es war eine super Stimmung, wir sind unseren Fans und auch den Wienern dankbar. Natürlich ist es von uns der Wunsch, dass der Gästesektor immer voll ist." Es sei zu keinen Übertretungen gekommen. Zeit, um nach dem Spiel für Unruhe zu sorgen, gab es auch nicht — bereits um 17.30 Uhr ging es für die zahlreichen Anhänger zurück in die Bundeshauptstadt.