Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.12.2018


Bundesliga

Der Zug ins Play-off ist für den FC Wacker schon abgefahren

Sieben Punkte Rückstand vor den sechs noch ausständigen Runden im Grunddurchgang sind für die Innsbrucker kaum noch zu stemmen.

© APADer FC Wacker mit Torjäger Zlatko Dedic wird sich im Frühjahr wohl mit der Abstiegsrunde der tipico-Bundesliga abfinden müssen.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Der Kampf um die Meisterrunde in der Fußball-Bundesliga ist nach der 16. Runde noch einmal enger geworden. Den Dritten St. Pölten (26) und den Siebenten Hartberg (22) trennen sechs Partien vor der Abrechnung nur vier Punkte. Hoffen darf auch noch Rapid, die Wiener liegen nach einem Last-Minute-Sieg im Tivol­i nur drei Zähler unter dem „Strich“. Vizemeister Sturm steht nach dem 3:0-Heimsieg gegen den WAC schon in der oberen Hälfte, was den neuen Coach Roman Mählich natürlich freute: „Das ist ein Traum für uns alle. Das ist das, was wir uns erhofft hatten.“

Und der FC Wacker? Für die Schwarzgrünen ist der Play-off-Zug nach der Pleite in St. Pölten und der bitteren Niederlage gegen Rapid praktisch schon abgefahren. Sieben Punkte Rückstand vor den sechs noch ausständigen Runden im Grunddurchgang sind für die zwar leidenschaftlich kämpfenden, aber eben doch limitierten Tiroler kaum noch zu stemmen. Besonders ärgerlich in diesem Zusammenhang sind die beiden Heimpleiten gegen St. Pölten und die Admira.

„Stimmt schon, dass sich der Abstand zum sechsten Platz vergrößerte, aber für mich zählt der Auftritt gegen Rapid, und der war schwer in Ordnung. Auch die Stimmung im Tivoli war erstklassig, obwohl das Ergebnis letztlich richtig brutal war“, präsentiert sich die Lage für Alfred Hörtnagl nicht so negativ wie der Tabellenplatz (10.). „Gerade aus der Partie gegen die Hütteldorfer müssen wir das Positive mitnehmen“, so der FCW-Manager und meint damit: „Leidenschaft, Zweikampfstärke und selbstbewusstes Auftreten.“

Sosehr sich die Wacker-Kicker nach dem Schlusspfiff am Sonntag über die 0:1-Niederlage gegen Rapid ärgerten, so sehr strichen sie auch gleichzeitig den Vorsatz heraus, sich in den beiden noch ausstehenden Runden des Jahres 2018 punktemäßig zurückzuholen, was man zuletzt verjuxt hat. „Jetzt müssen wir in Hartberg und dann gegen Wolfsberg noch einmal alles mobilisieren“, erklärte Martin Harrer kämpferisch. Wohlwissend, dass im neuen Jahr im unteren Play-off Abstiegskampf droht.