Letztes Update am Fr, 07.12.2018 09:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rundes Jubiläum

„Lautsprecher“ Hattenberger feiert seinen 70. Geburtstag

Mit einem bescheidenen Wunschzettel begeht Roland Hattenberger seinen 70er. Der Wortführer von einst nimmt sich auch heute kein Blatt vor den Mund.

Vier Jahre Lang kickte Roland Hattenberger als Legionär an der Seite von Hansi Müller in Stuttgart.

© imago/Sportfoto RudelVier Jahre Lang kickte Roland Hattenberger als Legionär an der Seite von Hansi Müller in Stuttgart.



Kufstein – „Gesundheit für mich und meine Familie. Das ist das Einzige, was auf meinem Wunschzettel steht“, erklärt Roland Hattenberger, der heute in Kufstein seinen 70. Geburtstag feiert. „Pumperlgsund und rundum zufrieden“, versicherte der ehemalige ÖFB-Nationalspieler, der 51 Länderspiele und zwei WM-Endrunden (1978, 1982) mit dem Adler auf der Brust absolvierte. Die Spielerkarriere startete er beim FC Kufstein, über die WSG Wattens, SSW Innsbruck und Fortuna Köln landete er beim deutschen Bundesligisten VfB Stuttgart. 99 Spiele absolvierte Hattenberger im VfB-Dress, ehe er 1981 nach Innsbruck zurückkehrte und dann 1987 beim FC Kufstein die Schuhe an den berühmten Nagel hing.

Geradeheraus, ohne Rücksicht auf Verluste – so wie als zweikampfstarker Kicker auf dem Feld, genauso ließ Hattenberger stets aufhorchen, wenn es darum ging, Probleme ohne Umschweife anzusprechen. Ein Blatt vor den Mund nehmen war und ist nicht das seine. Wie auf dem Rasen scheute er keine Konflikte, wenn es darum ging, Fußballprobleme zu lösen.

Heißes Duell: Hattenberger schonte weder sich noch Gegner Karl-Heinz Rummenigge.
Heißes Duell: Hattenberger schonte weder sich noch Gegner Karl-Heinz Rummenigge.
- imago/Pressefoto Baumann

Der ehemalige „Lautsprecher“ ist zwar noch immer emotional, wenn der Fußball im Spiel ist, aber mit den Jahren wurde der Hatti zumindest ein bisschen leiser. Das ÖFB-Team liegt ihm als Mitglied des Legendenklubs ebenso noch am Herzen wie der der VfB Stuttgart und natürlich der FC Wacker. Letzten Sonntag litt er wie die knapp 8000 Fans bei der bitteren 0:1-Niederlage im Tivoli mit. „Schade. Sie haben super gespielt und hätten sich zumindest einen Punkt verdient. Was ich freilich nicht verstehe, ist, dass dies nicht von mehr Zuschauern honoriert wird.“

Zurück zum runden Geburtstag – „Ich bin froh, dass ich ihn erlebe und feiern kann“, freut sich der Jubilar, dessen Sohn Matthias, der ehemalige Wacker-Kapitän, vor einer Woche den 40er feierte, auf die heutige Fete mit seiner Stammtischrunde in Kufstein. Am Sonntag folgt die große Familienfeier in Nassereith. Mit den fünf Enkeln, die den Opa ganz schön auf Trab halten und viel Freude bereiten. „Ich hoffe, dass die Jahre bis zum nächsten Runden so bleiben, denn dann geht’s mir richtig gut“, freut sich der begeisterte Hobby-Golfer schon auf den nächsten Sommer. (w.m.)

In der wohlverdienten Pension schwingt der Ex-Kicker den Golfschläger.
In der wohlverdienten Pension schwingt der Ex-Kicker den Golfschläger.
- imago/Sportfoto Rudel