Letztes Update am Mo, 10.12.2018 08:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

FC Wacker erkämpfte auswärts in Hartberg ein 2:2-Unentschieden

Der FC Wacker Innsbruck holte am Sonntag gegen den TSV Hartberg auswärts zwei Mal einen Rückstand auf und verpasste im Finish gar den Sieg.

Wacker-Angreifer Cheikhou Dieng im Duell mit Hartberg-Kapitän Siegfried Rasswalder.

© gepaWacker-Angreifer Cheikhou Dieng im Duell mit Hartberg-Kapitän Siegfried Rasswalder.



Hartberg - Nach zwei Niederlagen in Serie (0:1 Rapid, 0:2 St. Pölten) schrieb der FC Wacker Innsbruck am Sonntag beim Bundesliga-Spiel in Hartberg wieder an. Die Tiroler erkämpften sich in der 17. Runde gegen den Mit-Aufsteiger nach zweimaligem Rückstand ein 2:2-Unentschieden. Rajko Rep (5./Elfmeter,39.) und auf der Gegenseite Daniele Gabriele (35.,70.) trafen in einer flotten Partie jeweils doppelt.

Baumgartner zu ungestüm

Das Spiel begann mit einer kalten Dusche für die Gäste. Nach einem Konter der Hausherren ging Wacker-Verteidiger Dominik Baumgartner gegen Florian Flecker völlig übermotiviert und unnötig im Strafraum ins Tackling. Der Hartberger nahm die Einladung dankend an - Foul, Elfmeter, richtige Entscheidung von Schiedsrichter Sebastian Gishamer. Rajko Rep ließ sich die Chance nicht entgehen und netzte souverän zum 1:0 ein (5.).

In der Folge waren die Steirer spielbestimmend, scheiterten allerdings an der Tiroler Defensive oder der eigenen Chancenverwertung. Die Daxbacher-Elf hielt ordentlich dagegen und belohnte sich mit dem Ausgleich durch Daniele Gabriele, der eine Dedic-Flanke über die Linie spitzelte (35.).

Der aufbrandende schwarz-grüne Jubel wurde allerdings im Keim erstickt: Eine verunglückte Kopfball-Rückgabe von Matthias Maak auf Manuel Maranda schnappte sich Rep. Der TSV-Topscorer marschierte von der Mittellinie alleine Richtung Wacker-Tor und netzte eiskalt zur neuerlichen Führung (39.) ein. Wacker-Goalie Christopher Knett war erneut ohne Chance. Das 2:1 bedeutete gleichzeitig den Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel machte Florian Buchacher Platz für Patrik Eler. Der Slowene prüfte nach sehenswertem Zusammenspiel mit Landsmann Dedic gleich Hartberg-Goalie Rene Swete, der entschärfen konnte (47.). Durch die Umstellung auf zwei Stürmer konnte sich Wacker immer weiter in der gegnerischen Hälfte festsetzen - ohne allerdings zwingend zu werden. Hartberg suchte sein Glück im Konter und einer stabilen Defensive.

Dominik Baumgartner holte Florian Flecker ungestüm von den Beinen - es gab früh Elfmeter für Hartberg.
Dominik Baumgartner holte Florian Flecker ungestüm von den Beinen - es gab früh Elfmeter für Hartberg.
- gepa

Eler verpasst Siegtreffer in der 95. Minute

Nach rund einer Stunde hielt erneut Swete mit einer Doppel-Parade gegen Dedic und Dieng die Führung fest. Und als Eler den Schlussmann in der 68. Minute mit einem Haken aussteigen ließ, setzte der Angreifer die Kugel über den Kasten. Zwei Minuten später zappelte der Ball aber doch im Netz: Gabriele zog nach Baumgartner-Vorarbeit von der Straufraumkante ab, sein abgefälschter Schuss war für Swete nicht zu halten - 2:2 (70.).

Der Ausgleichstreffer schien für die Hausherren so etwas wie ein Weckruf zu sein, plötzlich suchte Hartberg sein Heil wieder in der Offensive. Fabian Schubert und Dario Tadic scheiterten aber mit ihren guten Einschussversuchen an Knett. In der 95. Minute hatte Eler noch den Siegtreffer am Kopf, konnte den Ball aber aus sieben Metern nicht im gegnerischen Kasten unterbringen.

So blieb es beim letztlich leistungsgerechten Remis. In der Tabelle hat Wacker als Zehnter mit 16 Zählern weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Admira. Auf den Sechsten Hartberg und die Meisterrunde fehlen den Tirolern sieben Punkte. Am Samstag (17.00 Uhr/live TT.com-Ticker) gastiert zum Abschluss der Herbstsaison der WAC am Tivoli.

"Wir haben die ersten 25 Minuten komplett verschlafen. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir fußballspielen können. Am Ende ein gerechtes Unentschieden", analysierte Wackers Doppelpacker Gabriele im Sky-Interview. Für den Deutsch-Italiener waren es die ersten Tore in der Bundesliga überhaupt: "Ein schönes Gefühl, endlich zu treffen." (TT.com)