Letztes Update am So, 09.12.2018 19:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Gladbach wieder erster BVB-Verfolger, Videoschiri-Ärger bei Hannover

Borussia Mönchengladbach verdrängte den FC Bayern wieder von Platz zwei. In Mainz sorgte ein Elfmeter bei den Gästen aus Hannover für mächtig Ärger.

Jean-Philippe Mateta ging in dieser Szene ohne Fremdeinwirkung zu Boden. Der Schiedsrichter entschied dennoch auf Elfmeter.

© imago sportfotodienstJean-Philippe Mateta ging in dieser Szene ohne Fremdeinwirkung zu Boden. Der Schiedsrichter entschied dennoch auf Elfmeter.



Mainz – Hannover 96 und ÖFB-Teamspieler Kevin Wimmer verpassten nach einem fragwürdigen Elfmeter den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Der deutsche Bundesliga-Nachzügler kam am Sonntag beim FSV Mainz 05 nicht über ein 1:1 hinaus. Hendrik Weydandt (12.) sorgte für den Führungstreffer der Gäste. Doch Daniel Brosinski gelang mit einem umstrittenen Strafstoß noch der Ausgleich (86.). Jean-Philippe Mateta war im Strafraum zu Boden gegangen, obwohl ihn Hannovers Matthias Ostrzolek kaum oder gar nicht berührt hatte. Dennoch entschied Schiedsrichter Robert Hartmann ohne das Einschreiten des Videoassistenten auf Elfmeter.

„Das ist ja ein Witz, das war der Wahnsinn an Schwalbe“, schimpfte 96-Sportchef Horst Heldt und sprach im TV-Sender Sky von einer „glasklaren Fehlentscheidung“. „Wieso mischt er sich da nicht ein und sagt, das ist eine klare Schwalbe? Ich verstehe es nicht mehr. Es ist nicht mehr akzeptabel, der ganze Scheiß“, wetterte Heldt in Richtung des Videoreferees in Köln. Ostrzolek beteuerte, Mateta nicht berührt zu haben und meinte, dass der Franzose nach dem Spiel selber zugegeben habe, dass es eine Schwalbe war. „Ich weiß nicht, wer da in Köln gesessen hat heute, das war eine ganz klare Fehlentscheidung“, sagte Ostrzolek nach der packenden und turbulenten Partie.

In der vierten Minute der Nachspielzeit köpfte Anthony Ujah den Ball ins Netz - doch der Mainzer Stürmer stand dabei im Abseits. Hannovers Oliver Sorg sah in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte (90.+7). Weil die Partie kurz nach dem Wiederanpfiff wegen des Zündens von Pyrotechnik und großer Rauchentwicklung für mehrere Minuten unterbrochen werden musste, ließ Hartmann acht Minuten nachspielen.

Gladbach wieder auf Rang zwei

Im zweiten Sonntagsspiel schob sich Borussia Mönchengladbach wieder auf Platz zwei vor. Die „Fohlen“ besiegten Nachzügler Stuttgart 3:0 und sind mit sieben Zählern Rückstand erster Verfolger von Leader Borussia Dortmund. Zwei Punkte dahinter liegt der FC Bayern München auf Rang drei.

Beim neunten Saisonerfolg bewies Trainer Dieter Hecking ein goldenes Händchen. Seine Joker Raffael (69.) und Florian Neuhaus (77.) brachen spät den Bann. Ein Eigentor von Benjamin Pavard sorgte für das 3:0. bei dem sich der französische Weltmeister auch noch verletzte. Aufgrund einer Gelb-Roten Karte von Erik Thommy spielte der VfB die Partie zu neunt zu Ende. (TT.com, dpa)