Letztes Update am Sa, 22.12.2018 20:38

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

FC Bayern nach 3:0-Sieg in Frankfurt erster Dortmund-Verfolger

Der FC Bayern München feierte am Samstagabend im Schlager gegen Pokalsieger Eintracht Frankfurt einen souveränen 3:0-Erfolg. Matchwinner: Doppeltorschütze Franck Ribery.

Doppeltorschütze Franck Ribery sorgte für einen gelungenen Bayern-Abend in Frankfurt.

© imago sportfotodienstDoppeltorschütze Franck Ribery sorgte für einen gelungenen Bayern-Abend in Frankfurt.



Frankfurt – Der FC Bayern München ist dank Franck Ribery pünktlich zur Winterpause wieder Dortmund-Jäger Nummer eins. Mit einem 3:0 bei Eintracht Frankfurt sicherte sich der deutsche Rekordmeister am Samstagabend den fünften Ligasieg in Serie und sprang erstmals seit dem 9. Spieltag wieder auf Platz zwei der Tabelle. Matchwinner Ribery sorgte in der mit 51.500 Zuschauern ausverkauften Arena mit seinen beiden Toren (35./79. Minute) für die Vorentscheidung. Mit einer abgerissenen Flanke die zum Heber mutierte machte Rafinha (89.) den Endstand perfekt. Damit bescherten die Bayern-Profis ihrem Trainer Niko Kovac bei dessen Rückkehr in die alte Heimat doch noch ein versöhnliches Jahresende.

Der Rückstand auf den BVB beträgt für Serienmeister Bayern nach 17 Spielen sechs Punkte. Trotz des starken Schlussspurts ist es für die Münchner die schwächste Liga-Hinrunde seit der Saison 2010/2011. Frankfurt überwintert mit 27 Punkten in der oberen Tabellenhälfte, kann aber am Sonntag aus den internationalen Rängen verdrängt werden.

Zwei Ausfälle kurz vor Anpfiff

In seinem ohnehin schon von einigen Ausfällen geplagten Ensemble musste Kovac kurzfristig auch noch zwei fest eingeplante Nationalspieler ersetzen: Mats Hummels verletzte sich beim Aufwärmen, Leon Goretzka fiel mit einer Adduktorenverhärtung aus. „Jeder fährt ein bisschen auf der Felge. Der Tank ist leer“, sagte Kovac vor dem letzten Spiel eines besonders für ihn turbulenten Jahres 2018.

Doch von leeren Tanks war zunächst überhaupt nichts zu spüren. Beide Teams legten rasant los, vor allem der Pokalsieger. Die Frankfurter störten die Gäste energisch und früh im Spielaufbau, über das dynamische Flügelduo Danny da Costa und Filip Kostic ging es schnell und direkt in die Spitze. Da Costa selbst scheiterte mit der ersten Großchance an Manuel Neuer (8.), wenige Sekunden später wurde Stürmer Sebastien Haller erst im letzten Augenblick gestört.

Die Bayern brauchten ein paar Minuten, übernahmen dann aber immer mehr die Kontrolle. ÖFB-Teamspieler David Alaba (13.) versuchte es aus 30 Metern mit einem Freistoß, scheiterte aber am stark reagierenden Kevin Trapp. Die Torhüter-Leihgabe von Paris Saint-Germain entschärfte direkt im Anschluss mit einem großartigen Reflex auch eine Doppelchance von Javi Martinez und Thomas Müller. Gut vier Monate nach dem 5:0-Triumph der Bayern im Supercup trafen zwar die gleichen Teams aufeinander, es war aber ein ganz anderes Spiel.

Bayern übernahm nach der Führung die Kontrolle

Mit enormem Aufwand und großer Laufbereitschaft drängte die Eintracht weiter auf das erste Tor, immer wieder wurde auch Torhüter Neuer im Strafraum angelaufen. Das nutzten die Bayern gnadenlos und konterten mit höchster Effektivität. Nach einem langen Diagonalball ging es über Müller und Robert Lewandowski auf Routinier Ribery, der in der Mitte unbedrängt vollenden konnte. Es war die erste Bayern-Chance, die nicht durch eine Standardsituation zustande kam. Kurz vor der Halbzeit hätte Müller sogar noch erhöhen können, traf aber per Kopf aus kürzester Distanz die Latte (44.).

Nach der Pause kontrollierten die Münchner das Spiel und ließen den Gegner laufen. Vor allem Lewandowski agierte in seinen Szenen aber nachlässig und verpasste es so, mit dem zweiten Tor vorzeitig eine Entscheidung herbeizuführen. Die Eintracht setzte immer wieder Nadelstiche: Luka Jovic (71.) traf das Außennetz, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr. Stattdessen traf Ribery nach feinem Doppelpass mit Joshua Kimmich ein zweites Mal, Rafinha erhöhte mit einem Traumtor zum 3:0-Endstand. (dpa)