Letztes Update am So, 23.12.2018 11:50

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Leverkusen verpflichtet Bosz als Nachfolger von Trainer Herrlich

Auch der 3:1-Sieg gegen Hertha BSC Berlin konnte den Coach der ÖFB-Teamspieler Baumgartlinger und Dragovic nicht mehr retten.

Heiko Herrlich musste in Leverkusen seinen Hut nehmen.

© imago sportfotodienstHeiko Herrlich musste in Leverkusen seinen Hut nehmen.



Leverkusen – Der deutsche Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat am Sonntag Peter Bosz als neuen Trainer verpflichtet. Der frühere Dortmunder Coach tritt laut Mitteilung des Vereins die Nachfolge von Heiko Herrlich an, von dem sich der Club der Österreicher Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan trotz des 3:1 gegen Hertha BSC getrennt hat.

Es ist der zweite Trainerwechsel in dieser Saison nach Tayfun Korkut, der beim VfB Stuttgart von Markus Weinzierl abgelöst worden war. Bosz unterschrieb einen Vertrag bis 2020 und tritt sein Amt mit Beginn der Rückrunden-Vorbereitung am 4. Jänner an.

Der Niederländer hatte im vergangenen Jahr den BVB trainiert, musste aber bereits vor Ende der Hinrunde wieder gehen. Seinen größten Erfolg feierte der 55-Jährige mit dem niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam, den er 2017 ins Finale der Europa League geführt hat. Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes lobte Bosz als Trainer, der für „offensiven, temporeichen und begeisternden Fußball“ stehe.

Herrlich hatte Leverkusen mit Beginn der Saison 2017/2018 übernommen. In seiner ersten Spielzeit als Chefcoach führte er den Verein auf den fünften Platz und in die Europa League. Die Qualifikation für die Champions League wurde knapp verpasst. Zuvor hatte Herrlich seit Dezember 2015 Jahn Regenburg trainiert und mit den Bayern den Aufstieg in die 3. Liga (2016) und im Folgejahr 2017 sogar den Durchmarsch in die 2. Liga geschafft.

Doch in dieser Saison lief es nicht rund bei Leverkusen. Herrlich geriet früh in die Kritik, obwohl er mit seiner Mannschaft das Achtelfinale des DFB-Pokals erreichte und Gruppensieger in der Europa League wurde. Bayer holte aus den vergangenen fünf Pflichtspielen vier Siege, trotzdem folgte jetzt die Trennung. Sport-Geschäftsführer Rudi Völler begründete dies mit einer „Stagnation in der Entwicklung des Teams“. Leverkusen geht als Neunter in die Winterpause, auf den ersten Europacup-Rang fehlt ein Punkt. (dpa)