Letztes Update am Do, 03.01.2019 14:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Premier League

Gipfeltreffen in England: ManCity will den Liverpool-Express stoppen

Im englischen Liga-Gipfel zwischen Verfolger Manchester City und Tabellenführer FC Liverpool haben die Superlative am Donnerstagabend (21.00 Uhr/live DAZN) Hochkonjunktur. City „muss“ siegen.

Aufgrund der Ausgangslage ist beim Duell zwischen Manchester City und LIverpool für reichlich Zünd- bzw. Diskussionsstoff gesorgt.

© imagoAufgrund der Ausgangslage ist beim Duell zwischen Manchester City und LIverpool für reichlich Zünd- bzw. Diskussionsstoff gesorgt.



T wie Trainerduell: Und täglich grüßt das Murmeltier, wenn die beiden Alphamännchen Pep Guardiola (ManCity) und Jürgen Klopp (FC Liverpool) aufeinandertreffen. Das war schon in der deutschen Bundesliga so, wenn die Paarung Bayern gegen Dortmund hieß. Die Bilanz nach 15 Duellen spricht für Klopp, der grenz- und wettbewerbsübergreifend auf acht Siege und zwei Remis verweisen kann. In England verlor der deutsche Fußballlehrer gar nur eines von sieben Aufeinandertreffen, Liverpools Viertelfinal-Triumph in der Champions-League-Vorsaison schlägt den City-Fans immer noch schwer auf den Magen.

Dass der Meister des Ballbesitz-Fußballs wohl immer noch Pep Guardiola heißt, ließe sich mit einem Video der Southampton-Partie untermauern, in dem die Citizens über Goalie Ederson einen Bilderbuchkonter mit hochriskantem Passspiel aus dem eigenen Sechzehner heraus initiierten. Ob das auch gegen die Reds geht? „Wir spielen momentan gegen das beste Team von Europa“, schiebt Guardiola die Favoritenrolle Richtung Anfield Road. Der Name Klopp steht in jedem Fall für pfeilschnelles Umschaltspiel. Ein Sieg lässt die Meisterschaft greifbar nahe rücken. Holt Liverpool den ersten Titel seit 1990, wäre es die Krönung für Klopp.

S wie Stars: Sie sind überall am Spielfeld zu finden. Das beginnt im Tor bei den beiden Brasilianern (Ederson gegen Allison), lässt sich über die Defensive (Liverpools Virgil van Dijk ist der teuerste Abwehrspieler der Welt) bis in die hochkarätig besetzten Offensiv-Zonen (z. B. Sterling, Sane, Mahrez, Agüero) gegen das Triumvirat Salah-Firmino-Mane) fortsetzen. City stellt die beste Offensive der Liga (54 Tore), der bislang ungeschlagene Liverpool die beste Defensive (nur acht Gegentreffer). Der Marktwert beider Teams (Quelle transfermarkt.at) bewegt sich um eine Milliarde. Die Citizens (1,13 Mrd. €) haben hier gegenüber den Reds (951,5 Mio. €) leicht die Nase vorne. Geld spielt auf beiden Seiten Fußball, im Kalenderjahr 2018 holten beide Teams in der Premier League überragende 88 Punkte.

F wie Form: Mit drei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen hat sich das Starensemble aus Manchester von der Tabellenspitze verabschiedet. Inzwischen ist der FC Liverpool mit sieben Punkten Vorsprung über den Jahreswechsel enteilt. „Wir denken nicht an unseren Vorsprung. Wir sind nicht die Jäger und nicht die Gejagten. Wir wollen einfach die beste Saison unseres Lebens spielen“, hält Klopp fest, um gleich hinterherzuschicken: „ManCity ist ein fantastisches Team und wer kann sagen, wir gewinnen dort? Kein Team der Welt, nicht einmal wir.“ Wenngleich Guardiola Richtung Salah-Firmino-Mane bestätigt: „Fast nicht zu stoppen.“

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H wie Hoffnungsträger: Kevin de Bruyne, im Dress der Belgier einer der großen Stars bei der WM, könnte nach muskulären Problemen zumindest in den Kader von Titelverteidiger Manchester City zurückkehren. Eine erfolgreiche Titelverteidigung – die letzte gelang dem Stadtrivalen Manchester United (2008, 2009) – ist zehn Jahre her.

Für große Aufholjagden in der Tabelle zeichnete ebenfalls ManUtd (z. B. in der Saison 2002/03 nach acht Punkten Rückstand auf Arsenal) verantwortlich. Die gute Nachricht für die Gastgeber? Fußball ist und bleibt bei allen Prognosen auch ein Tagesgeschäft – die Fußballwelt blickt am Donnerstagabend nach Manchester. (lex, dpa)